Mittelgriechenland

Zwei West-Nil-Fälle in Mittelgriechenland – Behörden verstärken Mückenbekämpfung

Die Regionalverwaltung Mittelgriechenland und EODY bestätigen zwei Infektionen mit dem West-Nil-Virus und leiten gezielte Bekämpfungs- und Überwachungsmaßnahmen ein.

Die Regionalverwaltung Mittelgriechenland und die Nationale Gesundheitsorganisation EODY haben Ende August 2026 zwei bestätigte Infektionen mit dem West-Nil-Virus in der Region gemeldet und daraufhin gezielte Gegenmaßnahmen angeordnet. Betroffen sind die Gemeinde Thiva im Regionalbezirk Boiotien sowie die Stadt Chalkida im Regionalbezirk Euböa.

Nach Angaben der Regionalverwaltung wurde das erste bestätigte Fallereignis im Gemeindegebiet von Thiva am 10. August registriert. Der zweite Fall wurde in den darauffolgenden Wochen in Chalkida erkannt. Auf Grundlage der wöchentlichen EODY-Berichte mit Stichtag 26. August 2026 stufte die Region die betroffenen Gebiete ein und aktivierte umgehend die vorgesehenen Protokolle.

Konkret wurden die entomologische Überwachung ausgeweitet, Expositionsorte kartiert und fokussierte Bekämpfungsmaßnahmen in den betroffenen Gemeinden umgesetzt. Dazu gehören nächtliche Sprühaktionen und koordiniertes Vorgehen der zuständigen Dienste vor Ort. Parallel teilte die nationale Blutspendeeinrichtung EKEA mit, dass sie die Vorsichtsmaßnahmen für Blutspenden entsprechend der aktuellen EODY-Einstufungen anpasst.

Das West-Nil-Virus zirkuliert vor allem zwischen Stechmücken der Gattung Culex und wildlebenden Vögeln; Menschen sind Fehlwirte. Die meisten Infektionen verlaufen asymptomatisch oder mit milden, grippeähnlichen Beschwerden. Bei älteren oder immungeschwächten Personen kann es jedoch zu schweren neurologischen Erkrankungen kommen. EODY empfiehlt daher, persönliche Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche zu verstärken: das Beseitigen stehender Gewässer in Wohnnähe, den Einsatz von Insektenschutzmitteln, das Anbringen von Fliegengittern sowie das Tragen langer, heller Kleidung in der Dämmerung und nachts. Die wöchentlichen Lageberichte sollen fortgeführt und bei Bedarf aktualisierte Hinweise veröffentlicht werden.

Einschätzung und Folgen: Die Behörden reagieren mit abgestuften, bewährten Instrumenten zur Eindämmung und Risikominderung. Die genaue Benennung betroffener Gemeinden erleichtert es, Anwohnerinnen und Anwohner zielgerichtet zu informieren und den Blutspendedienst zu steuern. Ob weitere Fälle auftreten, hängt in den kommenden Wochen maßgeblich von der saisonalen Mückenaktivität und der Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen ab. Für Bevölkerung und Reisende in Mittelgriechenland gilt erhöhte Wachsamkeit. Bei Fieber, Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder anderen neurologischen Symptomen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die Angaben beruhen auf der Mitteilung der Regionalverwaltung Mittelgriechenland vom 26. August 2026 und den EODY-Berichten mit Stichtag 26. August 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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