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Theodorikakos meldet 600 Industrieprojekte für 2,1 Milliarden Euro in Griechenland

Griechenlands Entwicklungsminister Takis Theodorikakos nennt auf einem Forum in Thessaloniki über 600 laufende Produktionsinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von 2,1 Milliarden Euro und stellt beschleunigte Verfahren sowie Förderungen in Aussicht.

Griechenlands Entwicklungsminister Takis Theodorikakos hat in Thessaloniki neue Zahlen zur industriellen Entwicklung vorgestellt. Nach Angaben des Ministeriums für Entwicklung laufen in den vergangenen zwei Jahren über 600 Produktionsinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von 2,1 Milliarden Euro. Öffentliche Unterstützungsmaßnahmen in Form von Zuschüssen und steuerlichen Erleichterungen summieren sich demnach auf rund 950 Millionen Euro. Die Aussagen tätigte Theodorikakos am 4. September 2026 beim 3. Wirtschaftsforum der Tageszeitung Imerisia im Rahmen der 90. Internationalen Messe Thessaloniki.

Der Minister führte aus, die Vorhaben könnten mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Schwerpunkt der Projekte liege in den Regionen Makedonien und Thrakien. Für Grenzregionen sei ein spezielles Entwicklungsregime geplant, das junge Menschen mit qualifizierten Stellen in ihren Heimatgebieten halten solle. Die Einschätzungen zu Beschäftigungseffekten sind dem Ministerium zugeschrieben; unabhängige Evaluierungen der einzelnen Vorhaben wurden in der Rede nicht vorgelegt.

Als Hebel für weitere Investitionen nannte Theodorikakos schnellere Genehmigungen. Die Bewertung von Anträgen solle innerhalb von 90 Tagen erfolgen, um Verzögerungen zu vermeiden. Parallel dazu seien Investitionen in Infrastruktur wie Schienenverkehr, Transportkorridore, Industrieparks und Hafenanlagen nötig, um Logistikkosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Ausrichtung auf Produktion solle durch Qualifizierungsoffensiven und eine engere Verzahnung von Industrie, angewandter Forschung und Innovation ergänzt werden.

Theodorikakos ordnete die Zahlen in ein breiteres wirtschaftspolitisches Ziel ein: Griechenland solle die Abhängigkeit vom Tourismus reduzieren und eine ausgewogene Kombination aus Tourismus, primärem Sektor und moderner Verarbeitung anstreben. Er betonte, dass die mitgeteilten Projektzahlen und Fördervolumina auf Angaben des Ministeriums beruhen und sich auf den vom Ressort genannten Zeitraum der „letzten zwei Jahre“ beziehen.

Das Forum in Thessaloniki dient traditionell als Schauplatz wirtschaftspolitischer Akzente vor Beginn der Haushalts- und Herbstsaison. Die aktuellen Angaben aus dem Ministerium für Entwicklung markieren den jüngsten politischen Vorstoß, industrielle Kapazitäten zu erweitern und private Investitionen in Griechenland zu mobilisieren. Ob die angekündigten Fristen, Förderungen und Beschäftigungseffekte erreicht werden, hängt von der tatsächlichen Umsetzung der Verfahren, der Auslastung der Infrastruktur sowie der Nachfrage in den Zielbranchen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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