Der Minister für Klimakrise und Zivilschutz, Evaggelos Tournas, hat nach einer Sitzung des Koordinierungsgremiums der Zivilschutzbehörden am 28. August zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Für den 29. August 2026 prognostizieren die Behörden ein sehr hohes Waldbrandrisiko in mehreren Landesteilen. Tournas sprach von einem „besonders schwierigen“ Tag und mahnte umsichtiges Verhalten an.
Als Grundlage nannte das Ministerium aktuelle Prognosen des Nationalen Wetterdienstes sowie die Risikokarten für Waldbrände. Demnach begünstigt die Kombination aus anhaltender Trockenheit und kräftigen Nord- bis Nordostwinden eine schnelle Feuer- und Spotfire-Ausbreitung. Besonders aufmerksam sein sollen den Angaben zufolge Küstenregionen und Inselgebiete; in der Ägäis werden lokal starke Windspitzen erwartet.
Operativ sieht die Einsatzplanung für den 29. August eine Verstärkung der Kräfte vor. Die Feuerwehr verlegt zusätzliche Bodenmannschaften in gefährdete Zonen, richtet weitere Bereitschaftsschichten ein und disponiert Löschflugzeuge und -hubschrauber für rasche Erstangriffe. Der Zivilschutz koordiniert die Umgruppierung mit den regionalen Behörden, den Forstverwaltungen, den Streitkräften und freiwilligen Einheiten. Konkrete Evakuierungsanordnungen wurden nicht ausgesprochen; die Lagebeurteilung erfolgt lageabhängig.
Tournas erinnerte an laufende Präventionsprogramme wie ANTINERO und forderte Gemeinden auf, bestehende Verbote und Empfehlungen strikt umzusetzen. Bürgerinnen und Bürger sollen keine offenen Feuer entzünden, Arbeiten vermeiden, die Funkenflug verursachen können, Zufahrten zu Waldgebieten freihalten und offizielle Warnmeldungen beachten. Verstöße gegen Brandschutzauflagen würden kontrolliert und geahndet.
Hintergrund ist eine witterungsbedingte Verschärfung der Brandgefahr zu einem Zeitpunkt, an dem weite Teile Griechenlands bereits stark ausgetrocknet sind. Die angekündigten Maßnahmen zielen auf frühe Brandentdeckung, schnelle Erstbekämpfung und die Entlastung erschöpfbarer Ressourcen an besonders kritischen Tagen. Wie stark das Risiko tatsächlich eintritt, hängt nach Behördenangaben von der Windentwicklung und der Zahl der Brandentstehungen ab. Prognosen und operative Entscheidungen bleiben den zuständigen Stellen vorbehalten.
Der Hinweis des Ministeriums stellt ausdrücklich eine präventive Warnung dar und bezieht sich nicht auf einen einzelnen Großbrand. Der Zivilschutz kündigte an, die Lage fortlaufend zu beobachten und bei Bedarf weitere Kräfte zu verlegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).