Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres ist der organisierte Transport von 16.500 Schülerinnen und Schülern in der Präfektur Thessaloniki nicht gesichert. Drei nacheinander ausgeschriebene Vergaben der Regionalverwaltung blieben ohne ausreichendes Echo. Nach übereinstimmenden Angaben aus der Verwaltung beteiligten sich lediglich die KTEL Thessalonikis; sie können demnach rund zehn Prozent des notwendigen Volumens übernehmen.
Besonders betroffen sind entlegene Routen innerhalb der Präfektur, darunter Gemeinden wie Lagadas, Chalkidona und Koufalia. Unter den betroffenen Kindern sind etwa 1.300 mit Behinderung, deren regelmäßige Beförderung wegen spezieller Anforderungen an Fahrzeuge und Begleitpersonal als vordringlich gilt. Die Regionalverwaltung verweist darauf, dass ohne zusätzliche Kapazitäten zu Schuljahresbeginn erhebliche Lücken im Angebot drohen.
Als Hauptursache nennen Verkehrsunternehmen und Eigentümerverbände die wirtschaftliche Unterschreitung ihrer Kosten. Zwar hat die Regierung im Sommer die Entschädigungssätze per Ministerialentscheidung angehoben, nach Darstellung der Anbieter decken die veranschlagten Mindestentgelte jedoch weiterhin nicht die gestiegenen Aufwendungen für Treibstoff, Versicherung, Wartung, Fahrerlöhne und Begleitungen. Die Region Zentralmakedonien und kommunale Vertreter fordern deshalb eine weitere, dauerhaft tragfähige Anpassung der Kalkulationsbasis.
Nach einer Besprechung im Ministerium für Makedonien und Thrakien prüfen Region und Gemeinden kurzfristige Übergangsschritte, um den Start des Unterrichts zu stabilisieren. Genannt werden insbesondere zusätzliche Leistungen durch die KTEL, die Einbindung weiterer privater Anbieter sowie weitere, zügig terminierte Ausschreibungsrunden mit überprüften Parametern. Verbindliche Zusagen für eine vollumfängliche Versorgung liegen bislang nicht vor; die Verwaltung kündigte an, laufend zu informieren und dort, wo möglich, prioritäre Relationen zuerst zu bedienen.
Die Folgen einer anhaltenden Unterdeckung wären für Familien, Schulen und insbesondere inklusive Angebote spürbar: Ausfälle oder Verzögerungen bei Fahrten könnten Anwesenheit, Stundenpläne und Förderunterricht beeinträchtigen. Ob die jüngsten Anpassungen ausreichen, zusätzliche Bieter zu mobilisieren, hängt von weiteren finanziellen Spielräumen und der kurzfristigen Reaktionsfähigkeit des Marktes ab. Die Region Zentralmakedonien betont, man beobachte die Lage engmaschig und halte den Dialog mit den Ministerien sowie den Verkehrsunternehmen aufrecht, um vor Schuljahresbeginn möglichst viele Verbindungen zu sichern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).