Regionen

Thessaloniki: Dritte Ausschreibung zum Schülertransport steht zur Entscheidung – 16.500 Schüler betroffen

Nach zwei erfolglosen Vergaben in der Region Zentralmakedonien läuft heute die dritte Runde. Sie soll den Schülertransport in Thessaloniki ab dem neuen Schuljahr absichern; die am 7. August veröffentlichte Ausschreibung hat ein Netto-Volumen von…

In Thessaloniki steht am 19. August 2026 die dritte Ausschreibungsrunde für den Schülertransport zur Entscheidung. Nach zwei fehlgeschlagenen Vergabeverfahren warnt die kommunale Ebene vor Lücken zum Schuljahresbeginn; betroffen sind insgesamt 16.500 Schüler, darunter Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Die Region Zentralmakedonien hat am 7. August 2026 eine neue, auf drei Jahre angelegte Ausschreibung für die Schuljahre 2026–2029 veröffentlicht. Der Rahmenvertrag sieht ein Netto-Volumen von rund 45,9 Millionen Euro vor. Vorausgegangen war die zweite Runde, die am 22. Juli 2026 mangels gültiger Angebote für erfolglos erklärt wurde. Das aktuelle Verfahren soll den regulären Betrieb zum Start des Schuljahres im September absichern.

Vertreter der Kommunen und der Verband der Gemeinden Zentralmakedoniens (PEDKM) führen das Ausbleiben von Angeboten auf eine Kostenlücke zurück: Die derzeit maßgebliche Vergütungsformel stamme aus dem Jahr 2013 und bilde gestiegene Ausgaben für Kraftstoff, Versicherungen, Wartung sowie notwendiges Begleitpersonal nicht mehr ab. Aus Sicht der kommunalen Seite gefährdet dieser Abstand die Verlässlichkeit der Beförderung, insbesondere auf längeren und spezialisierten Linien.

Nach Angaben der Region Zentralmakedonien enthält die neue Ausschreibung erhöhte Mindestvergütungen und präzisere Rahmenwerte, um die wirtschaftliche Teilnahme privater Betreiber zu ermöglichen. Ziel ist, für den gesamten Vertragszeitraum belastbare Angebote zu erhalten. Ob die Anpassungen ausreichen, um ausreichend Bieter zu mobilisieren, ist offen; belastbare Aussagen dazu liegen vor Abschluss der Angebotswertung nicht vor.

Für Schulen und Eltern drängt die Zeit. Bleibt der Zuschlag aus oder verzögert sich, müssten Übergangslösungen greifen – etwa befristete Einzelvereinbarungen. Deren rechtliche und finanzielle Absicherung ist aus Sicht mehrerer Kommunen noch nicht abschließend geklärt. Die kommunale Ebene fordert deshalb kurzfristige Unterstützung durch die zuständigen Ministerien sowie eine Überarbeitung der Kostenermittlung, damit künftige Verfahren planbar und für Betreiber tragfähig sind.

Fakten aus behördlichen Bekanntmachungen und kommunalen Stellungnahmen bilden die Grundlage dieser Berichterstattung. Ihnen zufolge hängt die pünktliche Organisation des Schülertransports in Thessaloniki nun wesentlich vom Ausgang der dritten Ausschreibungsrunde ab; weitergehende Prognosen zum Vergabeergebnis sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk