Regionen

Thessalien: Vorläufiger Zuschlag für die Fertigstellung der Umfahrung Sykeónas – 18 Monate Bauzeit

In der Region Thessalien hat die Vergabekommission nach der Neuausschreibung einen vorläufigen Zuschlag für die Umfahrung Sykeónas erteilt; der geschätzte Auftragswert liegt laut Unterlagen bei 9,68 Millionen Euro netto, die Bauzeit bei 18 Monaten…

Die Region Thessalien treibt die Fertigstellung der Umfahrung Sykeónas voran. Nach der erneuten Ausschreibung hat die Vergabekommission einen vorläufigen Zuschlag erteilt; in den Vergabeakten ist eine Vertragslaufzeit von 18 Monaten ab Unterzeichnung vorgesehen. Der geschätzte Auftragswert wird in den Ausschreibungsunterlagen netto mit 9.677.419,35 Euro beziffert.

Das Projekt, im Programm „Thessalien 2021–2027“ verankert (OP’S 6004551), umfasst die Komplettierung eines rund 4,5 Kilometer langen Abschnitts der Umfahrung Sykeónas. Geplant sind zwei Richtungsfahrstreifen mit begleitendem Neben- und Agrarstraßennetz, zwei Kreisverkehre, mehrere Unterführungen und Knotenpunkte sowie der Neubau einer Brücke über den Fluss Enipeas. Die technischen Parameter für Querschnitte und Tragwerke sind in den genehmigten Unterlagen festgelegt.

Dem jetzigen Schritt ging eine Korrektur des Projektverlaufs voraus: Ein früherer Vertrag war aufgelöst worden, die verbliebenen Leistungen wurden neu gebündelt und im Oktober 2025 erneut ausgeschrieben. Die Angebotsöffnung erfolgte im Januar 2026; im Anschluss wählte die Vergabekommission den wirtschaftlichsten Bieter als vorläufigen Zuschlagnehmer aus. Vor dem endgültigen Vertragsabschluss stehen die üblichen prävertraglichen Prüfungen an. Hält der Zeitplan, könnte die Baumaßnahme bis Sommer 2027 abgeschlossen werden.

In der öffentlichen Darstellung kursieren unterschiedliche Beträge zum Finanzrahmen. Maßgeblich ist der in den Ausschreibungsunterlagen genannte geschätzte Vergabewert ohne Mehrwertsteuer. Höhere Summen in älteren Mitteilungen dürften auf Bruttodarstellungen, Reserven für Nebenkosten oder frühere Gesamtansätze inklusive bereits erbrachter Leistungen zurückgehen. Eine endgültige Aussage zu den Endkosten ist erst mit Abschluss der Vergabeprüfung und der Vertragsunterzeichnung möglich.

Verkehrlich soll die Umfahrung Sykeónas Ortslagen entlasten, die Verbindung Larissa–Karditsa stabilisieren und den Anschluss an den überregionalen Korridor E65 verbessern. Die Verzögerungen der vergangenen Jahre haben Planungsunsicherheiten und potenzielle Mehrkosten erzeugt. Die Region setzt daher auf enges Projektcontrolling, klare Terminmeilensteine und die Absicherung kritischer Bauteile wie der Brücke über den Enipeas. Ob der nun gesetzte Rahmen trägt, wird sich an der zügigen Vertragsunterzeichnung und der Baustellenlogistik zeigen; unvorhergesehene Umwelteinflüsse und Lieferkettenrisiken bleiben als Restrisiken bestehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk