Die Peripherie Thessalien hat am 3. September 2026 nach mehreren Bürgerbeschwerden Vor-Ort-Kontrollen bei der Molkerei TRIKKI A.E. in Trikala durchgeführt. Anlass waren Meldungen über intensive Gerüche sowie Beobachtungen weißlich gefärbter Flüssigkeiten in einem Ablaufgraben, der in den Fluss Litheios mündet. Eine Einheit des Umweltamts der Peripherie nahm an der Austrittsstelle der betrieblichen Abwasserbehandlung sowie direkt am Ableitungsrohr Wasser- und Schlammproben. Diese wurden an ein akkreditiertes Labor zur chemischen Analyse übergeben.
Nach Angaben der Peripherie Thessalien umfasste die Kontrolle Sichtprüfungen der Anlagen, die Dokumentation der Lage am Gewässer sowie Messungen der relevanten Parameter vor Ort. Sobald die Analysedaten vorliegen, will die Verwaltung die Ergebnisse bekannt geben und – falls Grenzwertüberschreitungen oder andere Auffälligkeiten festgestellt werden – verwaltungsrechtliche Schritte prüfen. In Betracht kommen Bußgelder, Auflagen zur Nachbesserung der Abwasserbehandlung oder vorläufige Betriebseinschränkungen. Ein abschließender Befund liegt mit Stand 3. September 2026 noch nicht vor.
Das Unternehmen TRIKKI A.E. betreibt am Standort Trikala Produktions- und Kläranlagen. Zu den Betriebspflichten zählen die ordnungsgemäße Vorbehandlung und Ableitung des Abwassers sowie die Vermeidung schädlicher Einträge in Oberflächengewässer. Der Litheios durchquert das Stadtgebiet von Trikala und ist für Freizeitnutzung und Stadtbild von Bedeutung; Einleitungen aus Gewerbe- und Industriebetrieben unterliegen daher einer besonderen Überwachung. Hintergrund der aktuellen Kontrollen sind wiederholte Hinweise aus der Nachbarschaft des Werks, die in den vergangenen Tagen bei der Verwaltung eingegangen sind.
Die Peripherie Thessalien verweist in ihrer Mitteilung auf das reguläre Verfahren bei Umweltkontrollen: Bei Verdachtsfällen folgt auf die erste Erhebung eine Laboranalyse, die Grundlage für etwaige Maßnahmen ist. Unternehmen erhalten Gelegenheit zur Stellungnahme; technische Nachrüstungen oder veränderte Betriebsabläufe können angeordnet werden, wenn dies zum Schutz des Gewässers erforderlich ist. Parallel werden die Erkenntnisse mit den bestehenden Auflagen aus erteilten Genehmigungen abgeglichen.
Bis zum Vorliegen der Laborergebnisse bleibt es bei einem laufenden Prüfprozess. Die Peripherie kündigte an, die Öffentlichkeit über die weiteren Schritte zu informieren. In Trikala beobachten kommunale Dienste die Situation am Ablaufgraben entlang des Litheios weiter, um mögliche Veränderungen zeitnah zu erfassen.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).