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Schülerbeförderung für 16.500 Kinder in Thessaloniki wackelt kurz vor Schulstart

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs meldet die Regionalverwaltung Zentralmakedonien: Die organisierte Beförderung von rund 16.500 Schülerinnen und Schülern im Regionalbezirk Thessaloniki ist nicht gesichert.

Die organisierte Beförderung von Schülerinnen und Schülern im Regionalbezirk Thessaloniki ist wenige Tage vor Beginn des neuen Schuljahrs nicht vollständig gesichert. Nach Angaben der Regionalverwaltung Zentralmakedonien bleiben zahlreiche Linien ungedeckt; betroffen sind insgesamt rund 16.500 Kinder, darunter auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen Unterstützungsbedarfen.

Der zuständige Vizegouverneur Kostas Gioutikas schilderte die Lage im Regionalrat als kritisch. Wiederholte Ausschreibungen hätten nur teilweise Angebote hervorgerufen, weshalb für einen erheblichen Teil der benötigten Routen noch keine Verträge vorlägen. Nach Darstellung der Region schrecken Unternehmen vor allem wegen einer veralteten Berechnungsformel für die Kilometervergütung zurück, die seit 2013 gilt, während Treibstoff-, Versicherungs- und Personalkosten deutlich gestiegen sind. Im August hat die Regionalverwaltung eine neue Ausschreibung mit erhöhten Vergütungssätzen gestartet; der verbleibende Bedarf konnte damit jedoch bislang nicht vollständig gedeckt werden.

Aktuell leisten die KTEL-Busgesellschaften einen Teil der Fahrten. Für weitere Linien werden Lösungen gesucht. Diskutiert werden kurzfristige Maßnahmen wie Sondervereinbarungen mit KTEL, die vorübergehende Anpassung von Linien des städtischen Verkehrsbetriebs OASTH sowie die Ausgabe von Zeitkarten für Schülerinnen und Schüler, wo dies praktikabel ist. Über konkrete Umsetzungsentscheidungen wurde bis zuletzt nichts Verbindliches bekanntgegeben; die Regionalverwaltung spricht von „letzten Lösungen“, an denen gearbeitet werde.

Das Thema berührt auch das nationale Regelwerk: Die Organisation der Schülerbeförderung liegt bei den Regionen, der finanzielle und rechtliche Rahmen wird zentral vorgegeben. Gioutikas forderte eine zeitnahe Anpassung durch das Innenministerium, um wirtschaftlich tragfähige Angebote zu ermöglichen. Ohne Änderungen bleibe unklar, wie der Transport an allen Schulstandorten rechtzeitig und flächendeckend sichergestellt werden könne.

Für Familien in ländlichen und stadtnahen Gebieten ist die Beförderung ein entscheidender Faktor für den Schulbesuch. Verzögerungen oder Ausfälle treffen besonders Kinder, die lange Wege zurücklegen müssen, sowie jene, die auf speziell ausgestattete Fahrzeuge angewiesen sind. Die Regionalverwaltung kündigte an, die Verhandlungen mit Verkehrsunternehmen fortzuführen und zugleich zusätzliche Verfahren vorzubereiten, um die verbleibenden Lücken zu schließen. Wie schnell diese Schritte greifen, hängt nun maßgeblich von Entscheidungen der zentralen Behörden und der Reaktion des Marktes ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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