Die Perifereia Anatolikis Makedonias kai Thrakis (PAMTH) hat am 21. August 2026 eine Förderrunde über 25 Millionen Euro für Projekte der Wasserinfrastruktur in Ostmakedonien und Thrakien eröffnet. Der Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der Trinkwasserversorgung, der Verringerung von Wasserverlusten sowie der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Dürreperioden und Extremereignissen.
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Regionalprogramm 2021–2027 und wird aus dem Europäischer Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Zuständig für Ausschreibung, Auswahl und Kontrolle ist die Verwaltungsbehörde der Region (EYDAMTH), die den Aufruf unter der Prioritätsachse 2.6 veröffentlicht hat. Antragsberechtigt sind vor allem Gemeinden und kommunale Versorger (DEYA). Gefördert werden unter anderem die Sanierung und der Ausbau kommunaler Netze, Aufbereitungsanlagen, Speicher- und Notfallinfrastruktur sowie digitale Mess- und Telemetriesysteme. Die Ausrichtung auf Klimaanpassung und Betriebseffizienz ist ausdrücklich Bestandteil der Programmkriterien.
Nach Angaben der Regionalverwaltung werden Projekte mit fortgeschrittenem Planungsstand priorisiert. Bewertet werden die Vorhaben anhand von Dringlichkeit, Beitrag zur Versorgungssicherheit, messbaren Effizienzgewinnen (etwa durch Leckageminderung oder Energieeinsparungen) sowie ihrer Einbettung in regionale Strategien zur Klimaanpassung. Die Antragsphase ist zeitlich befristet; die Mittelvergabe folgt nach technischer und wirtschaftlicher Prüfung der Dossiers. Die Verwaltungsbehörde überwacht die Umsetzung im Förderzeitraum 2021–2027 und veröffentlicht die Auswahlentscheidungen nach Abschluss der Antragsphase.
Der aktuelle Aufruf reagiert auf strukturelle Schwächen in Teilen der Netze und auf zunehmende klimatische Belastungen im Nordosten Griechenlands. In Ostmakedonien und Thrakien liegen mehrere Gemeinden in wasserstressanfälligen Zonen; zugleich stellen veraltete Leitungen und fehlende Digitalisierung die Netzbetreiber vor operative Risiken. Mit der Bündelung von Investitionen in kommunale Wasserversorgungsnetze, Wasseraufbereitung und Telemetrie will die Region eine verlässlichere Versorgung und geringere Wasserverluste erreichen.
Konkrete Projektlisten liegen noch nicht vor. Der weitere Zeitplan hängt von Vergabeverfahren und Genehmigungen ab. Klar ist jedoch, dass die Region den koordinierten Ausbau lokaler Infrastrukturen mit EU-Kofinanzierung vorantreibt. Nationale Finanzierungsinstrumente für Wasserprojekte, die 2026 zusätzlich aufgelegt wurden, werden durch den regionalen Ansatz komplementiert, der speziell auf lokale Bedarfe in Ostmakedonien und Thrakien zielt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).