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Neun von zehn Bränden in Griechenland gehen laut Feuerwehrverband auf Menschen zurück

Kostas Tsigkas beziffert im ERTnews-Interview den menschlichen Faktor als Hauptursache der Brände 2026 und nennt rund 4.700 Vorfälle seit Jahresbeginn sowie fast 900 Brandanfänge im August.

Der Vorsitzende der Vereinigung der Offiziere des Feuerwehrkorps, Kostas Tsigkas, hat am 28. August im Sender ERTnews den menschlichen Faktor als Hauptursache der diesjährigen Brände in Griechenland genannt. Nach seinen Angaben gehen fast 90 Prozent der registrierten Wald- und Flurbrände auf menschliches Handeln zurück, überwiegend auf Nachlässigkeit. Etwa 11 Prozent würden vorsätzlicher Brandstiftung zugerechnet. Seit Jahresbeginn seien rund 4.700 Agrar- und Waldbrände erfasst worden; allein im August habe es nahezu 900 Brandanfänge gegeben.

Der Anlass des Interviews ist eine besonders schwere Feuersaison mit großen Schadflächen in mehreren Landesteilen. Betroffen waren unter anderem die Umgebung von Attika und Teile Kretas; in Boeotia und im Raum Megara wurden im Hochsommer starke Brandaktivitäten verzeichnet. Behörden verweisen auf langanhaltende Trockenheit, Hitze und Wind als begünstigende Umweltfaktoren. Tsigkas betonte zugleich, dass die überwiegende Zahl der Einzelfälle auf menschliches Verhalten zurückgehe, vor allem auf unsachgemäße Arbeiten im Freien, unzureichende Grundstückspflege oder fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer.

Zu den Ermittlungen sagte Tsigkas, es habe in mehreren Fällen Festnahmen gegeben, in anderen dauerten Untersuchungen der Spezialabteilung für Brandermittlungen an. Die Feuerwehr setze parallel auf Prävention. Genannt wurden die systematische Räumung von Brennmaterial, das Anlegen von Brandschutzstreifen sowie engere Kooperationen zwischen Forstbehörden, Kommunen und der Feuerwehr. Für Tage mit sehr hoher Gefahrenstufe gelte verstärkte Überwachung durch Bodenteams und Luftaufklärung.

Europäische Fachstellen wie das Joint Research Centre und die Copernicus-Dienste beobachteten im August großflächige Feueraktivität in Griechenland. Deren Lagebilder verorten die Saison 2026 im oberen Bereich der Intensität jüngerer Jahre, ohne dass daraus eine alleinige Ursache abzuleiten wäre. Die Behörden trennen zwischen gesicherten Tatsachen und laufenden Bewertungen: Statistische Angaben zu Bränden und Festnahmen werden fortlaufend aktualisiert; eine abschließende Bilanz der Saison liegt noch nicht vor.

Aus den von Tsigkas genannten Zahlen leitet der Feuerwehrverband die Prioritäten für den weiteren Verlauf der Saison ab: Aufklärung über Verbote und Pflichten, konsequentere Ahndung fahrlässiger Verstöße und technische Prävention in besonders gefährdeten Zonen. Laut Tsigkas bleibt das Ziel, die Zahl der Brandanfänge zu senken, weil jede verhinderte Entzündung die Einsatzlage deutlich entlaste.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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