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Kefalogianni wirbt in Kastoria für Ganzjahrestourismus

Die Tourismusministerin stellte in Westmakedonien Pläne für Kastoria und das Gebirge Vitsi vor; konkrete Finanzzusagen liegen noch nicht vor.

Die griechische Tourismusministerin Olga Kefalogianni hat am 28. August 2026 Kastoria besucht und mit den örtlichen Behörden über die touristische Ausrichtung der Stadt und des Gebirges Vitsi beraten. Ziel ist es, den Standort als „Ziel für vier Jahreszeiten“ zu positionieren. Gespräche führte die Ministerin nach übereinstimmenden amtlichen Mitteilungen mit dem Bürgermeister von Kastoria, Giannis Korentsidis, und der Spitze der Regionalverwaltung; dabei ging es um Infrastruktur, Erreichbarkeit, Produktentwicklung und Vermarktung.

Nach Angaben der Gemeinde Kastoria wurde ein schriftlich ausgearbeiteter Ansatz vorgestellt, der die bessere Nutzung des Ski- und Wanderangebots am Vitsi, eine Aufwertung von Ufer- und Stadträumen sowie gezielte Unterstützung für Beherbergung und Gastronomie vorsieht. Begleitet wurde die Ministerin von der Staatssekretärin Anna Karamanli. Kefalogianni verwies laut den Behördenangaben auf laufende Maßnahmen des griechischen Fremdenverkehrsamts EOT und eine geplante stärkere Einbindung Kastorias in nationale Programme für Berg-, Natur- und Kulturtourismus. Konkrete Beträge oder Vergabeentscheidungen wurden am Besuchstag nicht genannt.

Institutionell setzt der Vorstoß auf der Arbeitsteilung zwischen Ministerium, EOT und den lokalen Ebenen auf: Das Tourismusministerium definiert strategische Leitplanken und programmiert Förderinstrumente, der EOT verantwortet vor allem die nationale und internationale Vermarktung. Umsetzung und Priorisierung einzelner Maßnahmen liegen bei Gemeinde Kastoria und Regionalverwaltung, die Projekte anstoßen, planen und zur Förderung anmelden. Für Vorhaben wie Straßenausbau, Modernisierung von Anlagen am Vitsi oder qualitätsgesicherte Wanderinfrastruktur sind zudem Genehmigungen und Ausschreibungen nach nationalem und europäischem Vergaberecht erforderlich.

Wirtschaftsakteure der Region begrüßten den angestoßenen Dialog, verbunden mit der Erwartung, Aufenthaltsdauer und Auslastung künftig gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen. Vertreterinnen und Vertreter lokaler Medien und Oppositionskreise in Westmakedonien kritisierten hingegen, es fehlten belastbare Finanzierungszusagen und verbindliche Fristen; der lokale Sender Alphafm ordnete den Termin als kommunikativ ein und sprach von ausstehenden Taten. Die Einordnung verweist auf einen üblichen Projektpfad: Zunächst sind tragfähige Pakete mit Machbarkeits- und Kostenunterlagen zu schnüren, Kofinanzierung zu sichern und die Platzierung innerhalb bestehender nationaler und europäischer Förderlinien zu klären.

Faktisch markiert der Termin in Kastoria damit den Auftakt für eine engere Abstimmung zwischen Kommune, Regionalverwaltung und Ministerium. Erst mit entsprechenden Beschlüssen lassen sich Aussagen zu Umfang, Zeitplan und Wirkung treffen. Bis dahin bleibt die politische Botschaft eindeutig: Kastoria soll stärker in den nationalen Tourismusstrategien verankert werden und sein Potenzial als ganzjähriger Natur- und Kulturstandort ausschöpfen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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