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Ithaka protestiert gegen Tourismusmotto Inseln des Odysseus

Auf Ithaka wächst der Widerstand gegen das von der Regionalverwaltung der Ionischen Inseln vorgeschlagene Tourismusmotto Nisia tou Odyssea. Nach Beschlüssen der Inselgremien fordern sie Ende August 2026 eine klare Abgrenzung zu amtlichen Ortsnamen.

Die Auseinandersetzung um das neue Tourismusmotto der Ionischen Inseln hält an. Nach Sitzungen auf Ithaka Ende August 2026 kritisieren Bürgermeister und Gemeinderat den Vorschlag der Regionalverwaltung, die Inselgruppe unter der Bezeichnung Nisia tou Odyssea (Inseln des Odysseus) zu bewerben. Sie verlangen eine Rücknahme des Mottos in dieser Form oder zumindest eine unmissverständliche Trennlinie zwischen Marketing und amtlicher Benennung.

Auslöser der Kontroverse ist eine geplante thematische Präsentation der Region auf der Fachmesse World Travel Market in London im November. Gegner auf Ithaka befürchten, das Motto verwässere historisch und kulturell gewachsene Bezüge der Insel zu Odysseus und begünstige Missverständnisse bis hin zur vermeintlichen Umbenennung. Befürworter verweisen hingegen auf den Versuch, ein gemeinsames Narrativ für internationale Märkte zu schaffen.

Der Regionalgouverneur Giannis Trepeklis betonte in mehreren Stellungnahmen, es sei zu keiner Zeit um eine formelle Umbenennung der Ionischen Inseln gegangen. Ziel sei vielmehr ein befristetes thematisches Branding für Messe- und Kampagnenauftritte. Auch der für Tourismus zuständige Vizeregionalgouverneur Savvas Koulouris stellte klar, es handele sich um eine Kommunikationsidee, nicht um einen Eingriff in Rechts- oder Verwaltungsbezeichnungen. Gleichwohl blieb die Skepsis auf Ithaka bestehen, weil einzelne öffentliche Äußerungen und Entwürfe aus Sicht der Kritiker diese Grenze nicht deutlich genug markieren.

Die Debatte erhält zusätzliche Aufmerksamkeit durch die internationale Resonanz auf das Odysseus-Thema insgesamt. In griechischen Medien heißt es, der Rummel um Christopher Nolans Projekt Odyssey habe das Interesse an damit verbundenen Reisezielen verstärkt. Die Regionalverwaltung hebt den potenziellen touristischen Nutzen einer gemeinsamen Erzählung hervor, während lokale Akteure auf Ithaka argumentieren, Markenbildung müsse die jeweilige Identität der einzelnen Inseln wahren und dürfe etablierte Namen und Bezeichnungen nicht überlagern.

Für den weiteren Verlauf kündigte die Regionalverwaltung der Ionischen Inseln an, das Konzept zu präzisieren und die Trennung zwischen Marketingmotto und amtlichen Toponymen explizit festzuschreiben. Ob das reicht, die Beschlüsse von Bürgermeister und Gemeinderat auf Ithaka zu besänftigen, ist offen. Klar ist vorerst nur: Das Motto Nisia tou Odyssea bleibt ein politisch sensibles Vorhaben, das ohne eindeutige sprachliche und rechtliche Leitplanken kaum konsensfähig sein dürfte – zumal die Region für den Auftritt auf der WTM London international geschlossen auftreten will.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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