Umwelt

Griechenland setzt für Kreta, Rhodos und Karpathos Alarmstufe Rot wegen Brandgefahr

Am 28. August 2026 gelten auf Kreta, Rhodos und Karpathos höchste Brandgefahr und teils stürmische Nordwestwinde bis Stärke 8 Beaufort. Behörden aktivieren zusätzliche Kräfte und warnen vor jedem offenen Feuer.

Griechische Behörden haben für Donnerstag, 28. August 2026, auf Teilen Kretas sowie auf Rhodos und Karpathos Alarmstufe Rot wegen extremer Waldbrandgefahr verhängt. Zugleich werden kräftige bis stürmische Nordwestwinde mit Böen bis Stärke 8 Beaufort erwartet. Die Einstufung erfolgt durch das Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz und stützt sich auf die tagesaktuelle Brandrisikokarte.

Nach Angaben der Regionalverwaltung Kreta betrifft der höchste Alarm dort vor allem die Regionalbezirke Rethymno, Heraklion und Lasithi. Für Chania wird ein sehr hohes Risiko gemeldet. Auch die Südägäis mit Rhodos und Karpathos befindet sich in der höchsten Gefahrenkategorie. Der Griechische Wetterdienst EMY verweist auf eine Kombination aus hohen Temperaturen, niedriger Luftfeuchte und starkem Nordwestwind, die die Entzündungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit von Vegetationsbränden deutlich erhöht.

Die Behörden haben zusätzliche Einsatzkräfte der Feuerwehr in Bereitschaft versetzt, Löschfahrzeuge und Luftmittel vorpositioniert und lokale Einsatzpläne aktiviert. Nach Darstellung des Ministeriums für Klimakrise und Zivilschutz können starke Winde die Effektivität von Löschflügen mindern und eine dynamische Feuerfront begünstigen. Öffentliche Grünflächen, Wälder und periurbane Zonen mit dichter Bebauung gelten als besonders gefährdet.

Für die Bevölkerung gelten strikte Vorsichtsregeln: Verbot jeglicher offenen Feuer im Freien, kein Gebrauch von Funken erzeugenden Geräten in Waldnähe, unterlassene Brandrodungen in der Landwirtschaft sowie sorgsamer Umgang mit Zündquellen wie Zigaretten. Kommunen informieren über potenzielle Sperrungen von Forststraßen und über Evakuierungswege für den Fall einer schnellen Brandentwicklung. Die Maßnahmen richten sich ausdrücklich präventiv; Berichte über Evakuierungen oder Schäden liegen bis zur Stunde nicht vor.

Die Lage wird fortlaufend überwacht. EMY kündigt für Küsten- und Berglagen Kretas sowie für Teile der Dodekanes-Inseln den Höhepunkt der Windbelastung für den Tagesverlauf an, mit lokal auffrischenden Böen am Nachmittag. Änderungen von Windrichtung und -stärke könnten die Gefahrenkarte kurzfristig verschieben. Das Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz will die Brandrisikokarte täglich aktualisieren und empfiehlt, amtliche Hinweise eng zu verfolgen.

Griechenland erlebt seit mehreren Sommern wiederholt Tage mit höchster Waldbrandgefahr. Nach Einschätzung der Einsatzleitungen erhöhen lang anhaltende Trockenheit und episodische Starkwinde die Einsatzkomplexität; entscheidend bleibt frühe Meldung von Rauchentwicklungen und die schnelle Erstbekämpfung.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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