Das Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz hat für heute, Montag, 24. August 2026, weite Teile Griechenlands in die Gefahrenstufe 4 („sehr hoch“) eingeordnet und für ausgewählte Gebiete den Zivilschutzstatus „Red Code“ (vollständige Mobilisierung) ausgerufen. Die aktuelle Prognosekarte der Waldbrandgefahr weist insbesondere im Süden und in der Ägäis großflächig erhöhte Risiken aus.
Betroffen sind nach Ministeriumsangaben unter anderem die Region Attika sowie Teile der Inselgebiete in der Nördlichen Ägäis und auf den Kykladen. Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos und Ikaria besteht demnach ein sehr hohes Risiko, dass sich Brände rasch entzünden und ausbreiten. Die Lage wird laufend neu bewertet; lokale Behörden veröffentlichen ergänzende Hinweise zu Sperrungen und Verhaltensregeln.
Mit dem „Red Code“ werden die lokalen und regionalen Zivilschutzgremien in Bereitschaft versetzt, zusätzliche Luft- und Bodenpatrouillen angeordnet und Einsatzkräfte der Hellenischen Feuerwehr, der Polizei und weitere Dienste vorverlegt. Je nach örtlicher Entscheidung können Wald- und Schutzgebiete vorsorglich gesperrt sowie riskante Tätigkeiten untersagt werden. Die Bevölkerung wird gebeten, bei jeder Rauch- oder Feuerwahrnehmung umgehend den Notruf 199 zu wählen und keine eigenständigen Löschversuche zu unternehmen.
Meteorologisch wirken sich anhaltende Hitze, sehr niedrige Luftfeuchtigkeit und kräftige nördliche Winde (Meltemi) brandfördernd aus. Bereits kleinere Zündquellen – etwa Funken bei Schweißarbeiten oder das Abbrennen landwirtschaftlicher Reststoffe – können unter diesen Bedingungen gefährliche Feuer entfachen. Entsprechend raten Behörden, alle nicht zwingend notwendigen, potenziell zündenden Arbeiten zu verschieben und keine offenen Flammen im Freien zu nutzen.
Die offizielle Warnskala für die Waldbrandgefahr reicht von 1 (niedrig) bis 5 (Alarm). Stufe 4 kennzeichnet eine sehr hohe Gefahr und erfordert verstärkte Prävention sowie schnelle Eingreifbereitschaft. Der Status „Red Code“ bezeichnet die vollständige Mobilisierung des nationalen Mechanismus in besonders gefährdeten Gebieten. Aktualisierte Karten und Maßnahmen veröffentlicht das Ministerium mehrmals täglich; regionale Präfekturen konkretisieren diese Vorgaben vor Ort.
Für Reisende und Einheimische gilt: Hinweise der örtlichen Behörden beachten, Zufahrtsbeschränkungen respektieren und Zufallszündungen strikt vermeiden. Bei einem Brandereignis sind Zufahrten für Einsatzfahrzeuge freizuhalten; Beobachtungen sollten präzise mit Ortsangabe an die Leitstelle gemeldet werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).