Am 23. August begeht die Griechisch-Orthodoxe Kirche die Apodosis der Koimesis der Theotokos. Mit diesem liturgischen Abschluss endet landesweit die Festperiode nach dem Hochfest der Entschlafung der Gottesmutter am 15. August. In Pfarreien, Klöstern und Wallfahrtsorten in ganz Griechenland gehören dazu Abschlussgottesdienste, lokale Prozessionen und Pilgerwege.
Die Apodosis bezeichnet in der orthodoxen Terminologie das feierliche Ende einer größeren Festoktave. Für die Koimesis der Theotokos ist der 23. August im Kirchenkalender fest vorgesehen. Der Tag gilt nicht als staatlicher Feiertag, entfaltet aber in vielen Gemeinden eine hohe religiöse und gesellschaftliche Bedeutung. Der volkstümliche Name Enniamera (Neuntage) verweist auf die fortlaufenden Gottesdienste und Gebete zwischen dem 15. und dem 23. August.
Besondere Aufmerksamkeit erhalten traditionsreiche Wallfahrtsorte. Am Kloster Proussos in Evrytania, das mit der Ikone der Panagia Proussiotissa verbunden ist, bündeln sich rund um den 23. August Andachten, Vigilien und Prozessionen. Auch in zahlreichen Insel- und Festlandgemeinden sind Abschlussliturgien und kleinere Wallfahrten üblich, die sich an die zentralen Feierlichkeiten zu Mariä Entschlafung anschließen. Angaben zu Umfang und Ablauf richten sich nach den örtlichen Bekanntmachungen der jeweiligen Metropolien und Pfarreien; landesweit einheitliche Teilnehmerzahlen werden von kirchlichen Stellen in der Regel nicht veröffentlicht.
Der liturgische Charakter des Tages prägt zugleich das gesellschaftliche Leben: Viele Gemeinden verbinden die Abschlussfeiern mit lokalen Festen, Musik und gemeinschaftlichen Mahlzeiten. Dabei steht die religiöse Dimension im Vordergrund; Art und Ausgestaltung variieren jedoch je nach Ort und Tradition deutlich. Medien berichten regional über die Gottesdienste. Die staatliche Rundfunkanstalt ERT weist im Eortologio regelmäßig auf die liturgische Widmung des Tages hin und begleitet die großen Marienfeste mit Programmhinweisen und Übertragungen.
Die zeitliche Einordnung und Terminangabe sind durch den orthodoxen Kirchenkalender klar definiert; sie werden jährlich in diözesanen Mitteilungen, kirchlichen Kalendern und Programmübersichten bestätigt. Prognosen zu Besucheraufkommen oder Verkehrsmaßnahmen bleiben lokalen Behörden und kirchlichen Organisatoren vorbehalten. Der 23. August markiert somit den offiziellen Schlusspunkt der Enniamera und fasst die marianische Festzeit des Spätsommers in Griechenland liturgisch zusammen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).