Die staatliche Wassergesellschaft EYDAP (Etaireia Ydreuseos kai Apocheteuseos A.E.) richtet einen Schwerpunkt ihres mehrjährigen Investitionsprogramms auf die Ost-Attika. Nach Unternehmensangaben umfasst der mittelfristige Rahmen rund 2,5 Milliarden Euro; etwa 40 Prozent davon sind für Projekte in der Regionaleinheit vorgesehen. Ziel ist der beschleunigte Ausbau der Abwasserentsorgung und die technische Aufbereitung von Wasser zur Wiederverwendung.
Kernstücke sind neue Abwasserleitungen und mehrere Kläranlagen (Kentra Epexergasias Lymaton, KEL). Im Fokus stehen das KEL Raphenas‑Pikermiou und Spaton‑Artemidos sowie das KEL Marathona. Für erstere liegen Planungsunterlagen, Finanzierungen und technische Spezifikationen vor; in amtlichen Mitteilungen wird zudem die Kofinanzierung aus EU‑Programmen, darunter dem Kohäsionsfonds, genannt. Die Projekte zielen darauf, in Siedlungsgebieten verbreitete Sammelgruben (bothroi) abzulösen, die Einhaltung europäischer Abwasservorgaben zu sichern und gereinigtes Wasser als Ressource etwa für Bewässerung und Grundwasseranreicherung bereitzustellen.
Zum Stand der Umsetzung verweist die EYDAP auf bereits aktive Baustellen und umfangreiche Leitungsabschnitte im Bau; große Vergaben und Ausschreibungen sind öffentlich dokumentiert. Die Maßnahmen sind sowohl Infrastrukturprojekte als auch Bausteine der Klimaanpassung, da sie Hygiene und Gewässerschutz verbessern und zugleich den Umgang mit zunehmender Wasserknappheit systematisieren.
Vertreter der EYDAP und der Region Attika haben den finanziellen Umfang und die Prioritätensetzung bestätigt. Zeitpläne bleiben gestaffelt: Für einzelne Lose und Anlagen sind Termine veröffentlicht, für das Gesamtpaket in der Ost-Attika wird ein Abschluss in Etappen bis in die späten 2020er‑Jahre genannt. Einheitlich verbindliche Fertigstellungstermine für alle Teilprojekte liegen noch nicht vor.
Die erwarteten Folgen sind ein deutlich verbessertes Umwelt‑ und Hygieneniveau, Rechtssicherheit gegenüber EU‑Richtlinien und neue Spielräume für kommunale Entwicklung und Landwirtschaft. Risiken bestehen in Vergabeverzögerungen, Kostensteigerungen und der nachhaltigen Finanzierung von Betrieb und Wartung. Für den Erfolg bleibt eine abgestimmte Steuerung zwischen EYDAP, Zentralregierung, Region Attika und betroffenen Gemeinden entscheidend, ebenso Transparenz bei Verfahren und Prioritäten. Klar ist: Mit dem Fokus auf die Ost-Attika wird eine seit Jahrzehnten bekannte Infrastrukturlücke systematisch adressiert; der Nutzen hängt nun von Umsetzungstempo und dauerhafter Betriebsqualität ab.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).