Gesundheit

EODY: 110 Fälle von West-Nil-Virus in Griechenland – Anstieg konzentriert in Attika

Die Nationale Organisation für Öffentliche Gesundheit (EODY) meldet im Wochenbericht vom 12. August 2026 insgesamt 110 Fälle und neun Todesfälle durch das West‑Nil‑Virus; die Behörde warnt vor weiterer Zunahme Ende August bis Anfang September.

Kurzmeldung

Die Nationale Organisation für Öffentliche Gesundheit (EODY) berichtet im aktuellen Wochenbericht vom 12. August 2026 über 110 Fälle von Infektionen mit dem West‑Nil‑Virus in Griechenland und neun Todesfälle in der laufenden Übertragungsperiode. Gegenüber dem zuvor veröffentlichten Wochenbericht vom 5. August 2026 wurden 45 neue Fälle registriert. EODY hatte bereits in einer Pressemitteilung vom 30. Juli 2026 vor erhöhter Viruszirkulation in der Region gewarnt und Gemeinden zu verstärkten Präventionsmaßnahmen aufgefordert.

Nach Angaben der Behörde konzentrieren sich die Fallhäufungen auf mehrere Verwaltungsbezirke; besonders intensive Zirkulation werde in Attika beobachtet. Die Übertragung erfolgt überwiegend durch Culex-Mücken. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft asymptomatisch oder mild, ein kleiner Teil führt jedoch zu schweren, teils neuroinvasiven Erkrankungen, die vor allem ältere und vorerkrankte Personen betreffen. Gesundheitsdienste in betroffenen Regionen wurden gebeten, bei ungeklärten Fieber- und neurologischen Symptomen an eine mögliche West‑Nil‑Infektion zu denken und entsprechende Diagnostik einzuleiten.

EODY betont, dass die ausgewiesenen Fallzahlen von Teststrategien und der lokalen Surveillance abhängen. Zur Risikominderung empfiehlt die Behörde konkrete Maßnahmen: aktiver Schutz vor Mückenstichen (Repellents, lange Kleidung, Moskitonetze), das Beseitigen stehender Gewässer und die Verstärkung kommunaler Vektorkontrollen. Kommunen sollen Vektorkontrollprogramme und öffentliche Information an die aktuellen Befunde anpassen.

Historisch erreichen Übertragungsperioden in Griechenland ihren Höhepunkt häufig zwischen Mitte August und Anfang September; EODY erwartet deshalb eine weitere Zunahme der Fallzahlen in den kommenden zwei bis drei Wochen, abhängig von Wetterlage, Mückenpopulationen und dem Umfang der Kontrollmaßnahmen. Klinische Einrichtungen könnten bei gleichzeitigen Ausbrüchen regional belastet werden. Eine abschließende Einschätzung der Saisonentwicklung will EODY mit den nächsten Wochenberichten aktualisieren.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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