Kurzmeldung
Der Nationale Öffentliche Gesundheitsdienst Griechenlands (EODY) veröffentlichte in seiner wöchentlichen Epidemiologie‑Auswertung vom 12. August 2026 konkrete Zahlen zur Lage der West‑Nil‑Virus( WNV)‑Infektionen in Griechenland. Dem Bericht zufolge wurden in der Übertragungsperiode 2026 bis zum 12. August 2026 (Stichtag: 11:00 Uhr) insgesamt 110 in Griechenland erworbene, labordiagnostizierte Fälle gemeldet. Davon wiesen 81 Patientinnen und Patienten Manifestationen des zentralen Nervensystems (ZNS; z. B. Enzephalitis, Meningitis) auf; 29 Fälle hatten milde oder keine ZNS‑Symptome. Innerhalb der letzten Woche wurden 45 neue inländische Fälle registriert. 35 Betroffene lagen zum Berichtszeitpunkt im Krankenhaus (16 auf Intensivstationen). Insgesamt wurden neun Todesfälle bei Patienten mit ZNS‑Manifestationen gemeldet; die Verstorbenen waren alle älter als 65 Jahre (Medianalter 82 Jahre, Spanne 66–91 Jahre).
Die EODY‑Auswertung nennt zudem die geographische Verteilung der Fälle bis auf Gemeindeebene und weist darauf hin, dass Meldungen aus mehreren Regionen vorliegen — insbesondere aus dem Großraum Attika sowie weiteren Verwaltungsbezirken. Der Bericht betont, dass der geschätzte Ort der Exposition ein grobes, aber praktikables Kriterium zur Abschätzung der Zirkulation des Virus darstellt und dass EODY die Fälle innerhalb von 24 Stunden epidemiologisch nachverfolgt. Für die Saison 2026 weist die Organisation weiterhin auf verstärkte Surveillance‑Maßnahmen, Probenuntersuchungen bei Moskito‑Populationen und die Zusammenarbeit mit Laborzentren hin.
EODY veröffentlicht wöchentlich aktualisierte Berichte; die hier zitierten Zahlen beziehen sich ausdrücklich auf den Bericht vom 12. August 2026. Medienberichte, die höhere Todes‑ oder Fallzahlen nennen, basierten entweder auf Zwischenständen anderer Stichtage oder auf zusammengefassten regionalen Meldungen; die offiziellen nationalen Zahlen sind jene der EODY‑Wochenmeldung. Für die Öffentlichkeit gelten die üblichen Schutzempfehlungen gegen Mückenstiche — Repellentien, körperbedeckende Kleidung in der Dämmerung und Eliminierung von Brutstellen — sowie die Aufforderung an Ärztinnen und Ärzte, Fälle zeitnah zu melden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).