Der Athener Bäckerverband Syntechnia Artopoion Athinon hat am 1. September Preiserhöhungen beim Brot in der Region Attika gemeldet. Als Hauptgrund nennt die Organisation die anhaltend hohen Kosten für Strom und Gas. Die Bäckereien könnten weitere Aufschläge bei Energie, Rohstoffen, Steuern und Dienstleistungen nicht länger abfedern; Preisanpassungen seien deshalb in Verkaufsstellen in Athen und Umland bereits sichtbar, heißt es in der Mitteilung.
Nach Angaben der Syntechnia treffen die Belastungen vor allem kleine, handwerkliche Betriebe. Die Margen schrumpften so stark, dass eine wirtschaftliche Führung vieler Läden gefährdet sei. Parallel habe die Backwarenindustrie Preise angehoben; Aufschläge würden sich über Handelsketten zusätzlich bemerkbar machen. Konkrete Prozent- oder Euroangaben zur aktuellen Verteuerung legt der Verband in seinen Hinweisen nicht vor. Attika umfasst den Großraum Athen, in dem ein erheblicher Teil der Bevölkerung Griechenlands lebt; Anpassungen fallen dort deshalb unmittelbar ins Gewicht.
Die Syntechnia betont die Energieintensität des Gewerbes: Backöfen, Kühlung und der Betrieb in frühen und späten Schichten treiben den Strom- und Gasverbrauch. Kleinbetriebe verfügen nach Darstellung des Verbands über wenig Spielraum, Lastspitzen oder Tarifwechsel abzufedern. Aus Sicht der Bäcker entsteht dadurch ein Wettbewerbsnachteil gegenüber größeren Produzenten mit besserer Einkaufs- und Verhandlungsmacht.
Die Syntechnia fordert die Regierung zu kurzfristigen Entlastungen auf. Im Raum stehen zielgenaue Hilfen für kleine Handwerksbetriebe, eine Überprüfung der Steuer- und Abgabenlast sowie ein strukturierter Dialog über die Versorgungssicherheit bei Grundnahrungsmitteln. Als nächster Schritt ist die Teilnahme an Protesten im Rahmen der Internationalen Messe Thessaloniki am 5. September angekündigt. Laut Verbandskreisen gibt es hierzu Absprachen mit dem Handwerksdachverband OBSA in Attika.
Der Preisdruck fällt in eine Phase volatiler Energiemärkte in Europa. In Griechenland standen energieintensive Kleinstbetriebe bereits in den vergangenen Jahren unter Kostendruck; Bäckerverbände hatten wiederholt vor einer Ausdünnung des Netzes traditioneller Bäckereien gewarnt. Steigende Endpreise treffen zugleich Haushalte mit niedrigen Einkommen überproportional, da Brot und Backwaren im täglichen Warenkorb stark ins Gewicht fallen. Zuschreibungen und Positionen in diesem Bericht beruhen auf der aktuellen Kommunikation der Syntechnia Artopoion Athinon und übereinstimmenden Medienberichten. Unklar bleibt, ob und in welchem Umfang die Regierung auf die Forderungen reagiert.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).