Die zwei nach dem Fund eines Waffenarsenals in Thessaloniki festgenommenen Männer sollen heute vor dem Ermittlungsrichter aussagen. Nach Angaben der Hellenic Police waren der 36‑jährige türkische Staatsbürger und ein 30‑jähriger Grieche am Nachmittag des 12. September 2026 festgenommen worden, als sie einen ebenerdigen Lagerraum verließen. In einer Pappschachtel und einer Tüte fanden Ermittler demnach Waffen und Munition. Der 30‑Jährige versuchte bei der Kontrolle zu fliehen, wurde jedoch kurz darauf gestellt.
Die Polizei listete als sichergestellte Gegenstände unter anderem ein langläufiges Scharfschützengewehr, eine Maschinenpistole des Typs Uzi, zwei Magazine, eine Optik, einen Gewehrschaft, 33 Patronen sowie mehrere Mobiltelefone und weiteres Material auf. Durchsuchungen betrafen den Lagerraum, Wohnungen und Fahrzeuge. Die Ermittler führen den Fall als schweren Verstoß gegen das Waffenrecht und prüfen eine Einbindung in eine kriminelle Organisation. Nach bisherigen Verlautbarungen bestand der mutmaßliche Bestimmungszweck der Waffen in einer Übergabe an Mitglieder einer türkischen kriminellen Gruppe. Eine richterliche Bewertung steht aus.
Die Unterdirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität Nordgriechenlands koordiniert die Ermittlungen. Sie verweist auf Anhaltspunkte für grenzüberschreitende Bezüge und eine arbeitsteilige Vorgehensweise. Angaben zu einer möglichen weiteren Beteiligung über die beiden Festgenommenen hinaus werden gegenwärtig ausgewertet.
Der Zugriff in Thessaloniki reiht sich in verstärkte Kontrollen gegen illegale Waffenströme auf dem Balkan ein. Sicherheitsbehörden sehen Griechenland in einzelnen Fällen als Transit- und Umschlagpunkt. Der aktuelle Fall erhält damit über die Region hinaus Bedeutung für die nationale Sicherheitslage, weil er die Notwendigkeit koordinierter Polizeiarbeit und des Informationsaustauschs mit Partnerdiensten unterstreicht.
Für den heutigen Termin beim Ermittlungsrichter in Thessaloniki ist mit Anträgen der Staatsanwaltschaft zu Haft oder Auflagen zu rechnen. Ob und in welchem Umfang die Beschuldigten zu den Vorwürfen Stellung nehmen, war bis Redaktionsschluss offen. Unschuldsvermutung gilt.
Die beschriebenen Tatsachen beruhen auf einer Pressemitteilung der Hellenic Police vom 13. September 2026 sowie auf übereinstimmenden Berichten großer griechischer Medien. Zeitangaben und der Ablauf der Festnahme wurden von der Polizei präzisiert; die Zuweisung der Waffen an eine türkische kriminelle Organisation stammt aus den Ermittlungsverlautbarungen und ist bislang nicht gerichtlich festgestellt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).