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Rubio stärkt Botschafterin Guilfoyle vor Athen-Besuch trotz Prüfung

US-Außenminister Marco Rubio hat am 3. Oktober 2026 die US-Botschafterin in Athen, Kimberly Guilfoyle, öffentlich unterstützt – kurz vor seinem geplanten Besuch in Griechenland und während demokratische Abgeordnete ihre Amtsführung prüfen lassen.

US-Außenminister Marco Rubio hat am 3. Oktober 2026 die US-Botschafterin in Athen, Kimberly Guilfoyle, öffentlich unterstützt. Eine über die US-Botschaft verbreitete Erklärung würdigte Guilfoyle als sehr effektiv bei der Umsetzung der Regierungslinie in Griechenland und in Europa. Die Botschaft erfolgte wenige Tage vor Rubios geplanter Reise nach Athen am 6. und 7. Oktober, bei der Treffen im Rahmen des bilateralen Strategic Dialogue vorgesehen sind.

Der Zuspruch fällt in eine Phase erhöhter politischer Aufmerksamkeit in Washington. Am 1. Oktober forderte Gregory Meeks, ranghöchster Demokrat im House Foreign Affairs Committee, das Außenministerium schriftlich auf, Berichte über mögliches Fehlverhalten der Botschafterin zu prüfen. Grundlage der Nachfrage sind Recherchen des Wall Street Journal, denen zufolge Guilfoyle in Gesprächen im Frühjahr Druck ausgeübt und auf politische Einflussmöglichkeiten hingewiesen haben soll. Die Botschafterin weist diese Vorwürfe zurück. Offizielle Untersuchungen oder weitergehende Schritte des Ministeriums waren bis Redaktionsschluss nicht abgeschlossen.

Rubio verband seine Rückendeckung mit inhaltlichen Hinweisen auf die Agenda der bevorstehenden Gespräche in Athen. Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen stehen im Strategic Dialogue die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Verteidigung und regionale Sicherheit auf der Tagesordnung. Konkrete Absprachen über Projekte oder Finanzzusagen wurden in den vorliegenden Berichten nicht unabhängig bestätigt.

Für Griechenland ist die Intervention des US-Außenministers in mehrfacher Hinsicht relevant. Sie stabilisiert die Position der US-Botschaft in Athen vor wichtigen Terminen und signalisiert, dass Washington an der aktuellen Ausrichtung der bilateralen Beziehungen festhält. Zugleich erhöht die laufende politische Prüfung in den Vereinigten Staaten das Risiko, dass interne Verfahren den Spielraum der Botschafterin vorübergehend einengen könnten. Ob und wann etwaige Ergebnisse aus Washington praktische Folgen für Arbeitsabläufe der Mission in Griechenland haben, ist offen und hängt von weiteren offiziellen Mitteilungen ab.

In Athen wird erwartet, dass die Gespräche des Strategic Dialogue an die in den vergangenen Jahren ausgebauten Formate der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Kooperation anknüpfen. Sollte der politische Streit in Washington anhalten, dürfte die operative Zusammenarbeit beider Seiten nach Einschätzung von Beteiligten zunächst fortgeführt werden, solange keine gegenteiligen Entscheidungen des Außenministeriums oder des Kongresses ergehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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