Politik

Rubio-Besuch in Athen: Kritik, weil die Zypernfrage öffentlich nicht zur Sprache kam

Bei der Visite des US-Außenministers Marco Rubio in Athen (7.–8. Oktober 2026) lobten griechische Regierungsstellen die sicherheits- und energiepolitischen Vereinbarungen. Rena Dourou (SYRIZA – Progressive Allianz) kritisierte, dass die Zypernfrage in der öffentlichen Debatte…

Kurzmeldung

Der Besuch des US‑Außenministers Marco Rubio in Athen am 7. und 8. Oktober 2026 wurde von der griechischen Regierung als Erfolg in Fragen von Sicherheit, Energie und bilateraler Zusammenarbeit gewertet. Die Regierung hob öffentlich hervor, dass Gespräche zur Stärkung der strategischen Kooperation, zur Unterstützung griechischer Energieprojekte und zur militärischen Zusammenarbeit geführt wurden. Das griechische Außenministerium und das Büro des Ministerpräsidenten veröffentlichten gemeinsame Erklärungen zum Ablauf des 6. Rundes des strategischen Dialogs zwischen Griechenland und den Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig übte Rena Dourou, Vorsitzende der Parlamentsfraktion von SYRIZA – Progressive Allianz, scharfe Kritik an der öffentlichen Agenda der Visite. In einem Interview mit dem zypriotischen Sender Sigma sagte Dourou am 9. Oktober 2026, sie bedauere, „dass nicht einmal ein Moment“ für die Zypernfrage in den öffentlichen Erklärungen vorgesehen gewesen sei. Dourou nahm im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zur türkischen Invasion in Zypern teil und erklärte, die anhaltende Teilung der Insel werde von der europäischen Politik nicht ausreichend thematisiert.

Offizielle griechische Stellen betonten dagegen, dass vertrauliche und bilaterale Gespräche stattgefunden hätten, in denen auch regionale Sicherheitsfragen und die Lage im östlichen Mittelmeer erörtert worden seien. Griechische Zeitungen und Nachrichtenagenturen berichteten übereinstimmend, dass Athen in bestimmten energiepolitischen Punkten – etwa zur Unterstützung für die Verbindung „Great Sea Interconnector“ – Zusagen erkannt habe.

Die Faktenlage zur Visite ist belastbar: Marco Rubio reiste als US‑Außenminister nach Athen, offizielle Treffen fanden statt und es gab positive Bewertungen seitens griechischer Institutionen. Öffentlich thematisiert wurde laut den verfügbaren Quellen jedoch nicht die Zypernfrage, was zu parlamentarischer und parteipolitischer Kritik führte.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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