Die Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung angeordnet und die zuvor festgenommene 54‑Jährige vorläufig entlassen. Zuvor hatten Einsatzkräfte am 14. Oktober 2026 in Thermi bei Thessaloniki insgesamt 212 Tiere unter mangelhaften Haltungs- und Hygienebedingungen festgestellt. Nach Angaben der Hellenischen Polizei wurden 127 Hunde, 73 Katzen und 12 Ziegen in stark verschmutzten Räumen sowie in mehreren Außenbereichen ohne angemessene Unterkünfte angetroffen.
Der Einsatz erfolgte im Rahmen einer eilbedürftigen Vorprüfung. Polizeikräfte des Polizeireviers Thermi kontrollierten gemeinsam mit einem Team des Veterinäramts der Region Zentralmakedonien, der regionalen Gesundheitsbehörde und der Kommunalen Polizei der Gemeinde Thermi das Wohnhaus der Beschuldigten sowie zehn von ihr genutzte Außenflächen. Die Kontrollen fanden im Beisein einer Vertreterin der Justiz statt. Die Ermittler dokumentierten, dass für die Tiere weder ausreichend Platz noch saubere, geeignete Unterkünfte vorhanden waren.
Am 15. Oktober 2026 wurde die Frau der zuständigen Justiz vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft ordnete ihre vorläufige Entlassung an und leitete zugleich eine Voruntersuchung ein. Geprüft werden mögliche Verstöße gegen tierschutz- und ordnungsrechtliche Bestimmungen. Behörden gaben an, dass Veterinärteams die Tiere begutachtet haben; detaillierte Angaben zum Gesundheitszustand und zum weiteren Verbleib wurden bislang nicht veröffentlicht.
Der Fall lenkt erneut Aufmerksamkeit auf die Durchsetzung der Tierschutzvorschriften in Griechenland. Anzeigen wegen mutmaßlicher Tierquälerei bearbeiten zunächst die Polizei und die zuständigen Veterinärbehörden; bei hinreichenden Anhaltspunkten kann die Staatsanwaltschaft eine weitergehende Voruntersuchung einleiten. In früheren Fällen wiesen Tierschutzorganisationen auf Kapazitätsgrenzen kommunaler Auffangstellen hin, insbesondere bei groß angelegten Sicherstellungen.
Als mögliche Folgen der laufenden Voruntersuchung kommen ein Strafverfahren gegen die Beschuldigte, Anordnungen zur Unterbringung und medizinischen Versorgung der Tiere sowie verwaltungsrechtliche Maßnahmen in Betracht. Entscheidungen über dauerhafte Unterbringung, etwa in Einrichtungen der Gemeinde Thermi oder in kooperierenden privaten Auffangstellen, und über eine mögliche Einziehung der Tiere stehen noch aus. Die Behörden betonen, dass der Schutz der Tiere und die Sicherung von Beweisen derzeit Vorrang haben. Weitere Informationen wollen Polizei und Justiz nach Abschluss der ersten Auswertungen bekanntgeben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).