Die Hellenische Küstenwache hat am 10. Oktober 2026 in der Ägäis 360,7 Kilogramm Cannabis sichergestellt. Das Rauschgift wurde an Bord eines unter Flagge von Kroatien fahrenden Segelboots entdeckt, das 6,5 Seemeilen südlich der Insel Antipsara, westlich von Chios, kontrolliert wurde. Zwei ukrainische Staatsangehörige wurden festgenommen. Das Boot wurde in den Hafen von Chios geschleppt, wo die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Nach der offiziellen Mitteilung beläuft sich der von den Behörden veranschlagte Marktwert der Drogen auf 1.082.100 Euro. Die Beamtinnen und Beamten fanden das Cannabis luftdicht verpackt in 27 Reisetaschen und beschlagnahmten außerdem 2.000 Euro Bargeld, einen Laptop und sechs Mobiltelefone. Die Aktion beruhte nach Angaben des Hauptquartiers auf der Auswertung von Hinweisen durch die Direktion für Sicherheit und Schutz der Seegrenzen.
An der Operation waren ein Patrouillenboot des Zentralen Hafenamts Chios, Kräfte einer Spezialeinheit der Küstenwache sowie Taucher beteiligt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein; den Festgenommenen werden Drogenhandel und weitere damit verbundene Straftaten zur Last gelegt. Zu Herkunft, Zielort oder zu einer möglichen logistischen Kette der Lieferung machten die Behörden bislang keine Angaben. Die Auswertung der Kommunikationsgeräte und der Datenträger soll Hinweise auf Hinterleute und Routen liefern.
Griechische Medien ordnen den Fund als weiteren größeren Schlag in der Ostägäis ein. In den vergangenen Monaten hatten die Sicherheitsbehörden wiederholt Lieferungen abgefangen; das Ministerium verweist in diesem Zusammenhang auf eine verstärkte Präsenz der Küstenwache in sensiblen Seegebieten. Ob die nun beschlagnahmte Ladung mit bekannten Schmuggelrouten oder mit Netzwerken in der Ukraine oder in Kroatien in Verbindung steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Bestätigt sind der Ort der Anhaltung südlich von Antipsara, das sichergestellte Gewicht von 360,7 Kilogramm, die Sicherstellungen von Bargeld, Laptop, sechs Mobiltelefonen und 27 Reisetaschen sowie die Festnahme von zwei ukrainischen Staatsangehörigen. Über weitere straf- und verwaltungsrechtliche Maßnahmen wird nach Abschluss der ersten Auswertungen entschieden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).