Gesundheit

Vier Studien zu Ramantamig gegen multiples Myelom laufen in Athen

Die Klinik für Innere Medizin der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen meldet vier laufende Studien zum trispezifischen Antikörper Ramantamig gegen das multiple Myelom in Griechenland.

Die Klinik für Innere Medizin der Medizinischen Fakultät der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen hat am 7. Oktober 2026 bestätigt, dass in Griechenland vier klinische Studien mit dem neuen trispezifischen Antikörper Ramantamig (JNJ-79635322) gegen das multiple Myelom aktiv sind. Das Allgemeine Krankenhaus Alexandra in Athen gehört zu den beteiligten Prüfzentren. Nach Angaben der Klinik decken die Programme unterschiedliche Erkrankungsstadien ab – von rezidiviertem oder refraktärem Verlauf bis hin zu einer Phase-3-Studie in der Erstlinie ohne geplante sofortige Stammzelltransplantation.

Ramantamig ist ein T‑Zell‑Engager, der gleichzeitig die Zielstrukturen BCMA und GPRC5D auf myelomatischen Plasmazellen sowie CD3 auf T‑Zellen bindet. Ziel des Ansatzes ist es, die klonale Heterogenität und das Antigen‑Escape zu adressieren, die bei einzieligen Therapien zu Therapieversagen beitragen können. Frühe klinische Daten und präklinische Untersuchungen berichten über hohe Ansprechraten, zugleich werden immunvermittelte Nebenwirkungen beobachtet, darunter Zytokinfreisetzungssyndrom und Infektionen. Diese Befunde sind vorläufig und müssen in randomisierten Vergleichen bestätigt werden.

Laut europäischen Registereinträgen und Angaben der Prüfzentren sind Kombinationen mit etablierten Wirkstoffen Teil des Entwicklungsprogramms. Eine der laufenden Prüfungen ist als randomisierte Phase-3-Studie angelegt, in der Ramantamig zusammen mit Daratumumab gegen Standardkombinationen bei neu diagnostiziertem multiplem Myelom geprüft wird. In weiteren Protokollen werden Sicherheitsstrategien evaluiert, etwa eine einmalige Gabe von Interleukin‑6‑Blockade vor Beginn der Ramantamig‑Therapie, um die Häufigkeit und Ausprägung des Zytokinfreisetzungssyndroms zu verringern.

Für Patientinnen und Patienten in Griechenland eröffnet die Studienteilnahme den Zugang zu innovativen, noch nicht zugelassenen Behandlungsoptionen. Ärztinnen und Ärzte betonen jedoch, dass Nutzen und Risiken sorgfältig abzuwägen sind: Die Übertragbarkeit früher Ansprechraten auf eine breitere Patientengruppe sowie die Langzeitsicherheit sind erst nach Abschluss der laufenden Studien belastbar zu beurteilen. Zulassungsentscheidungen werden von den Ergebnissen dieser randomisierten Programme und der anschließenden Nutzen‑Risiko‑Bewertung der europäischen und nationalen Behörden abhängen.

Das Engagement des Allgemeinen Krankenhauses Alexandra in Athen und weiterer griechischer Zentren unterstreicht die Rolle Griechenlands als Standort für onkologische und hämatologische Forschung mit internationaler Vernetzung. Sollten die Studien positive Resultate liefern, könnte Ramantamig eine neue Therapieoption sowohl in späten Linien als auch perspektivisch in der Erstbehandlung des multiplen Myeloms werden. Bis dahin gilt: Teilnahme erfolgt im Rahmen kontrollierter Protokolle, und die Standardtherapie bleibt unverändert.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk