Thessalonikis Bürgermeister Stelios Angeloudis hat am 24. September 2026 in Bukarest die internationale Kampagne Destination Thessaloniki präsentiert und politische sowie kirchliche Gespräche zur Förderung des religiösen und kulturellen Tourismus geführt. Der Besuch umfasste eine Veranstaltung in der griechischen Botschaft, einen Empfang beim Patriarchat der Rumänisch-Orthodoxen Kirche und die Eröffnung einer Ausstellung mit historischen Fotografien aus dem Jahr 1929.
Patriarch Daniel empfing Angeloudis im Patriarchalhaus. Beide Seiten betonten die gemeinsamen orthodoxen Traditionen Griechenlands und Rumäniens sowie die Chance, bestehende Pilger- und Kulturpfade für ganzjährige Reiseangebote auszubauen. Dem Vernehmen nach standen der Austausch zwischen kirchlichen Institutionen und Tourismusakteuren sowie mögliche gemeinsame Programme im Vordergrund. Begleitet wurde der Bürgermeister unter anderem von der griechischen Botschafterin Lili Grammatika und Vertretern der Region Zentralmakedonien.
Zentrales Schaufenster war die Schau Mount Athos and Meteora 1929, die in Bukarest Fotografien und Archivmaterial zu Athos und Meteora zeigt. Kuratorische Partner ist die Agioreitiki Estia. Die Ausstellung dient als kultureller Auftakt, um die historische Tiefe des orthodoxen Erbes sichtbar zu machen und neue Reiserouten zu verknüpfen.
Nach Angaben der Stadt Thessaloniki zählen Reisende aus Rumänien bereits zu den stärkeren Quellmärkten. Für 2025 wurden knapp 93.000 Übernachtungen rumänischer Gäste in Thessaloniki genannt. Angeloudis warb deshalb für eine stärkere Präsenz in der Nebensaison, kombiniert mit thematischen Angeboten von Stadtkultur über byzantinische Stätten bis zu Klosterlandschaften. Ziel ist eine breitere Streuung der Nachfrage und eine Entlastung stark frequentierter Sommermonate.
Die Gespräche in Bukarest zielten auf eine dauerhafte Zusammenarbeit: vorgesehen sind Präsentationen bei Reiseveranstaltern, gemeinsame Informationsformate mit kirchlichen Einrichtungen und die Vernetzung von Städten und Regionen entlang etablierter Pilgerlinien. Konkrete Vereinbarungen wurden zunächst nicht veröffentlicht. Ob sich die Initiative messbar in Ankünften und Aufenthaltsdauer niederschlägt, hängt von Anschlussprojekten und Vermarktungsschritten auf dem rumänischen Markt ab. Klar ist, dass Thessaloniki sein Profil jenseits klassischer Badeziele schärfen und als urbanes Tor zu Mount Athos und Meteora punkten will.
Der Besuch reiht sich in breitere Bestrebungen ein, Nordgriechenland international sichtbarer zu machen. Die Kombination aus städtischer Kultur, byzantinischem Erbe und zugänglichen Pilgerzielen gilt dabei als Alleinstellungsmerkmal, das sowohl kirchliche als auch kulturinteressierte Zielgruppen anspricht.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).