Zentralmakedonien

Thessaloniki: Antikriegskundgebung heute um 19.30 Uhr an der Venizelos-Statue

In Thessaloniki ist für heute um 19.30 Uhr eine Antikriegskundgebung an der Venizelos-Statue angekündigt. Der Protest ist Teil einer international koordinierten Aktion von Hafenbeschäftigten gegen Rüstungstransporte.

In Thessaloniki ist für heute, Freitag, den 30. Oktober 2026, um 19.30 Uhr eine Antikriegskundgebung an der Venizelos-Statue im Stadtzentrum angekündigt. Der Aufruf verknüpft die örtliche Versammlung mit einer international koordinierten Aktion von Hafenbeschäftigten gegen den Transport von Rüstungsgütern und gegen die Nutzung ziviler Hafeninfrastruktur für militärische Zwecke.

Nach Angaben des öffentlichen Rundfunks ERT ist die Mobilisierung in Griechenland Teil eines Aktionstages, an dem Beschäftigte in zahlreichen Häfen auf mehreren Kontinenten teilnehmen. In Berichten werden 113 Häfen in 21 Staaten genannt. Die Kundgebung in Thessaloniki richtet sich demnach gegen die Verladung militärischer Güter über kommerzielle Terminals; die Organisatoren betonen, zivile Häfen dürften nicht zu militärischen Basen umfunktioniert werden.

Unterstützung kommt aus dem Bildungsbereich. Die Lehrkräftegewerkschaft OLME, der Verband der Lehrenden und Forschenden der Aristoteles-Universität Thessaloniki (ESDEP) sowie die Erste ELME Thessaloniki rufen zur Teilnahme auf. In ihren Stellungnahmen verbinden sie die Solidarität mit den Hafenbeschäftigten mit der Forderung nach klaren Trennlinien zwischen ziviler Infrastruktur, Wissenschaftskooperationen und militärischen Strukturen. Der griechische Beamtenbund ADEDY hat nach eigenen Angaben flankierende Maßnahmen zur Unterstützung der internationalen Aktion beschlossen.

Tatsachen, Zuschreibungen und Unsicherheiten sind zu unterscheiden: Ort und Uhrzeit der Kundgebung beruhen auf den heutigen Bekanntmachungen der beteiligten Organisationen und auf übereinstimmenden Medienberichten. Die inhaltlichen Ziele des Protests – Widerstand gegen Rüstungstransporte und gegen die militärische Nutzung ziviler Häfen – entstammen den Aufrufen der unterstützenden Verbände. Angaben zu der Zahl der beteiligten Häfen und Länder werden ERT zugeschrieben. Mögliche Auswirkungen auf Hafenbetrieb oder Verbindungen im Fährverkehr werden von einigen Organisatoren und Medien als wahrscheinlich beschrieben; konkrete Einschränkungen hängen jedoch von Entscheidungen der jeweiligen Unternehmen und Behörden ab und waren am Vormittag nicht im Detail absehbar.

Die Anbindung einer lokalen Kundgebung an eine internationale Arbeitsaktion verleiht dem Protest zusätzliche Sichtbarkeit. Ob daraus Folgedebatten über die Nutzung griechischer Häfen, über Exportkontrollen für Rüstungsgüter oder über Drittmittelkooperationen zwischen Hochschulen und militärischen Einrichtungen erwachsen, ist offen. Relevante politische Schlussfolgerungen wären von Reaktionen der Regierung, der Hafenbehörden sowie der betroffenen Unternehmen abhängig.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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