Der Präsident der Republik, Konstantinos Tasoulas, hat am 25. September 2026 in Athen die Bedeutung ausländischer archäologischer Schulen für die Erforschung und Vermittlung des antiken griechischen Erbes hervorgehoben. In einer Ansprache bei der Britischen Schule in Athen würdigte er die langjährige wissenschaftliche Zusammenarbeit, die systematische Ausgrabungen, Publikationen und Ausstellungsprojekte in Griechenland ermöglicht hat. Als Beispiel nannte er Kreta, das er als eine frühe Keimzelle europäischer Kultur charakterisierte.
Die Rede, die in der Bibliothek der Britischen Schule in Athen stattfand, stellte die Arbeit internationaler Institute als Impulsgeber für Archäologie und Kulturvermittlung dar. Tasoulas betonte, dass die Beiträge ausländischer Teams und griechischer Forschungseinrichtungen einander ergänzen und in gemeinsamen Projekten historisches Wissen vertiefen. Er erinnerte an die lange Tradition dieser Kooperationen seit dem 19. Jahrhundert und verwies auf Funde und Stätten, die inzwischen fest im Kanon der Forschung und der Museumsarbeit verankert sind.
Konkrete neue politische Maßnahmen oder Vereinbarungen kündigte der Präsident nicht an. Er setzte vielmehr einen Akzent auf die Fortführung bewährter Zusammenarbeit, die sich von Kreta über den Peloponnes bis nach Attika erstreckt. Dabei sprach er Fragen des Kulturgüterschutzes, der Eigentums- und Leihpraxis sowie der Forschungsethik an, die in bilateralen Projekten zwischen ausländischen Institutionen und griechischen Behörden regelmäßig verhandelt werden. Die Ansprache rahmte diese Punkte als fortlaufende Aufgabe, die auf Transparenz, gemeinsamer Verantwortung und verlässlichen Regeln beruht.
Die Präsidentschaft der Hellenischen Republik dokumentierte die Veranstaltung und die wesentlichen Aussagen des Präsidenten. Der Auftritt in Athen unterstreicht die internationale Verflechtung der griechischen Archäologie, ohne die rechtliche Zuständigkeit des griechischen Staates für Schutz und Verwaltung des kulturellen Erbes in Frage zu stellen. Tasoulas verortete die Rolle der ausländischen Schulen ausdrücklich im Rahmen der geltenden griechischen und internationalen Normen und würdigte ihren Beitrag zur Sichtbarkeit des antiken Griechenlands in Forschung, Bildungsarbeit und Öffentlichkeit.
Mit der Würdigung der Britischen Schule in Athen und dem Verweis auf Kreta als Referenzraum verband der Präsident einen Appell zur kontinuierlichen, gleichberechtigten Zusammenarbeit. Die Rede zielte damit auf die politische Signatur des Themas, nicht auf Einzelentscheidungen: Kulturpolitik als verlässliche Pflege einer historisch gewachsenen Partnerschaft zwischen Griechenland und seinen wissenschaftlichen Partnern.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).