Wirtschaft

Pepco erweitert Filialnetz in Griechenland und prüft Bezugsquellen in Afrika

Der polnische Einzelhändler Pepco baut sein Filialnetz in Griechenland aus und sondiert laut Unternehmensangaben neue Sourcing-Optionen in Afrika, um seine Lieferkette robuster zu machen.

Der in Warschau börsennotierte Einzelhändler Pepco treibt seine Expansion in Griechenland weiter voran und prüft zugleich neue Bezugsquellen in Afrika. Nach jüngsten Unternehmensangaben und übereinstimmenden Branchenberichten steht dabei nicht eine Marktoffensive in Afrika im Vordergrund, sondern die Diversifizierung der Lieferkette für die europäischen Märkte. Der aktuelle Nachrichtenanlass sind Mitteilungen aus der Woche vor dem 20. September 2026, in denen Pepco die Stärkung seiner Logistik und den Ausbau des griechischen Filialnetzes adressiert.

Pepco ordnet die Resilienz der Lieferkette als strategische Priorität ein. Das Unternehmen hat seine europäischen Distributionszentren erweitert und die Zusammenarbeit mit Logistikdienstleistern wie DHL Supply Chain vertieft. In diesem Rahmen werden Produktions- und Sourcing-Optionen in Nordafrika und ausgewählten Regionen südlich der Sahara geprüft, vor allem für Textil- und Leichtfertigung mit kürzeren Vorlaufzeiten Richtung Zentraleuropa. Konkrete Vertragsabschlüsse oder feste Starttermine für neue Produktionsstandorte in Afrika wurden bisher nicht veröffentlicht.

Für Griechenland setzt Pepco den Marktausbau mit weiteren Standorten fort. Die Landesorganisation passt Formate und Standorte an lokale Immobilienmärkte und die Nachfrage an. Nach vorliegenden Angaben betreibt das Unternehmen inzwischen Dutzende Filialen in verschiedenen Städten und plant zusätzliche Eröffnungen im Rahmen eines landesweiten Rollouts. Zahlen zu Umsatz oder Marktanteilen im griechischen Einzelhandel wurden im aktuellen Anlasszusammenhang nicht genannt.

Auswirkungen und Interessenlage lassen sich klar trennen: Faktisch stärkt eine stabilere Lieferkette die Verfügbarkeit von Sortimenten im griechischen Filialnetz und kann Kosten- sowie Zeitrisiken entlang globaler Transportwege abfedern. Zugeschrieben wird Pepco die Absicht, mit näher gelegenen Produktionsstandorten Abhängigkeiten von langen Asienrouten zu verringern und die Reaktionsgeschwindigkeit auf Nachfrageschwankungen zu erhöhen. Prognostisch könnte eine wachsende Beschaffung in Afrika mittelfristig Nachfrage nach regionalen Zulieferleistungen erzeugen; offen bleibt, wie sich Qualitäts-, Compliance- und Sozialstandards entlang neuer Wertschöpfungsstufen im Detail ausgestalten. Das Unternehmen verweist in seinen Berichten auf laufende Programme zu Lieferketten-Compliance und Auditierungen.

Für die griechische Volkswirtschaft ist relevant, dass verlässlichere Lieferketten die Planbarkeit für Händler und Vermieter in Innenstädten und Vororten verbessern. Ob daraus zusätzliche Arbeitsplätze in Logistik und Vertrieb entstehen, hängt von der Geschwindigkeit weiterer Filialeröffnungen, den Konditionen im Beschaffungsmarkt und der Wettbewerbslage im preisorientierten Non-Food-Einzelhandel ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk