Gesundheit

Neue Übersicht: In Griechenland hat mehr als jeder zehnte Erwachsene Diabetes

Die Wirtschaftszeitung Naftemporiki hat am 7. Oktober eine aktuelle Übersicht zu Diabetes in Griechenland vorgelegt. Sie verweist auf nationale Messdaten und internationale Schätzungen, die eine Prävalenz von über zehn Prozent in der erwachsenen Bevölkerung…

Die Wirtschaftszeitung Naftemporiki hat am 7. Oktober eine Übersicht zur Diabeteslage in Griechenland veröffentlicht. Als zentrale Bezugsgrößen nennt sie nationale Messdaten und aktuelle internationale Schätzungen, die übereinstimmend eine Prävalenz von mehr als zehn Prozent in der erwachsenen Bevölkerung ausweisen.

Als nationale Referenz gilt die EMENO-Studie, die 2021 veröffentlicht wurde. Sie ermittelte für Griechenland eine Gesamtprävalenz von Diabetes mellitus von 11,9 Prozent in der erwachsenen Bevölkerung; 10,4 Prozent entfielen auf bereits diagnostizierte Fälle, 1,5 Prozent auf zuvor unerkannte. Diese Werte beruhen auf klinischen Messungen und standardisierten Befragungen und sind seither ein Fixpunkt für die Bewertung der Erkrankungslast.

Internationale Übersichten bestätigen das Ausmaß. Der IDF Diabetes Atlas in der 11. Ausgabe der International Diabetes Federation ordnet Griechenland in der Gruppe europäischer Länder mit zweistelligen Prävalenzraten ein. Länderprofile der World Health Organization berichten ebenfalls von erhöhten Diabetesraten sowie von verbreiteten Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung. Die Befunde deuten auf eine landesweite Betroffenheit hin, nicht auf ein regional begrenztes Problem.

Besondere Aufmerksamkeit richtet Naftemporiki auf Kinder und Jugendliche. Zwar betrifft Typ-2-Diabetes vor allem Erwachsene, doch wächst die Sorge, dass kindliche Adipositas das Risiko für spätere Erkrankungen erhöht. Fachgesellschaften wie die Hellenic Diabetes Association fordern deshalb eine engere Verzahnung von Prävention in Schulen, strukturierte Schulungen für Eltern und einen verlässlichen Zugang zu moderner Glukosemessung und Insulintherapie in spezialisierten Zentren.

Für das Gesundheitssystem bedeutet die anhaltend hohe Prävalenz steigende Nachfrage nach Primärversorgung und diabetologischer Fachbehandlung. Kostenintensive Folgeerkrankungen – von Nierenschäden über Netzhautveränderungen bis zu kardiovaskulären Komplikationen – belasten zusätzlich die Budgets. Ökonomische Bewertungen kommen überein, dass konsequente Prävention langfristig kosteneffizienter ist als eine vorwiegend therapieorientierte Versorgung. Als wirksam gelten Programme zur Förderung der mediterranen Ernährung, zur Reduktion von Übergewicht und zur Ausweitung niedrigschwelliger Bewegungsangebote.

Zu unterscheiden sind gemessene Fakten und fortgeschriebene Schätzungen: Die EMENO-Studie liefert belastbare nationale Messwerte, während der IDF Diabetes Atlas und WHO-Profile die Entwicklungslinien und Vergleichsmaßstäbe einordnen. Aus beidem lassen sich für Politik und Verwaltung Prioritäten ableiten: verlässlichere Register, Stärkung der Primärversorgung, und gezielte Präventionsangebote für Kinder und Familien. Ziel bleibt, die Inzidenz zu stabilisieren und die Zahl schwerer Langzeitkomplikationen zu begrenzen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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