Wirtschaft

Mitsotakis wirbt im Silicon Valley und kündigt dritte Amtszeit an

Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis warb in San Francisco für Investitionen und erklärte, er wolle erneut kandidieren.

Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat am 22. September 2026 in San Francisco vor Vertreterinnen und Vertretern der Technologie- und Finanzbranche für Investitionen in Griechenland geworben und zugleich erklärt, er strebe eine dritte Amtszeit an. Der Auftritt ist Teil einer fünftägigen USA-Reise, die ins Silicon Valley und zur 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York führt.

Im Zentrum der Ansprache stand das Programm Griechenland 2030. Mitsotakis stellte dabei eine engere Verzahnung von Technologie, Forschung und Privatkapital in Aussicht, um Produktivität, qualitativ hochwertige Beschäftigung und nachhaltiges Wachstum zu erhöhen. Betont wurde die Rolle von Künstlicher Intelligenz sowie internationaler Kooperation. Nach Angaben offizieller Stellen zielen neue Anreize darauf, Griechenland für Start-ups, Daten- und Forschungszentren sowie Entwicklungsstandorte großer Technologieunternehmen attraktiver zu machen.

Zur eigenen politischen Planung sagte Mitsotakis laut begleitenden Regierungsangaben, er werde erneut kandidieren. Für das Amt des Premierministers gibt es in Griechenland keine verfassungsrechtlichen Amtszeitbegrenzungen. Die Aussage knüpft an frühere öffentliche Positionierungen aus diesem Jahr an, in denen der Regierungschef ein drittes Mandat als Ziel benannt hatte.

Der Auftritt in Kalifornien ist eingebettet in Gespräche mit Technologieunternehmen. Griechische Medien berichten über Termine bei NVIDIA und Tesla; inhaltlich steht die Frage im Vordergrund, welche Anforderungen Investoren an langfristige Projekte in den Bereichen Halbleiter, Rechenzentren, Elektromobilität und Software stellen. Konkrete Zusagen wurden bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Politisch verfolgt die Regierung damit zwei Linien: Erstens sucht sie verstärkt privates Auslands- und Repatriierungskapital, um den Investitionsanteil an der Wirtschaftsleistung zu erhöhen und das in den vergangenen Jahren aufgebaute Reformprofil international zu verankern. Zweitens setzt sie innenpolitisch ein Signal der Kontinuität, das bereits die Mobilisierung vor den voraussichtlich im Frühjahr 2027 anstehenden Parlamentswahlen vorbereitet.

Offen bleibt, in welchem Umfang und mit welchen Zeitplänen Tech-Konzerne und institutionelle Anleger Engagements in Griechenland ausbauen. Davon hängt ab, ob die angekündigten Schwerpunkte – digitale Infrastruktur, Forschung, Ausbildung und Transfer in die Breite der Wirtschaft – messbar wirken. Die Kombination aus Werben im Silicon Valley und dem Bekenntnis zur erneuten Kandidatur kennzeichnet jedoch klar die Regierungsstrategie, Technologiepolitik und Standortmarketing mit der politischen Agenda der kommenden Monate zu verbinden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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