Die griechische Ministerin für Soziale Kohäsion und Familie, Domna Michailidou, hat am Morgen des 5. September in Thessaloniki zwei neu bezogene Wohnungen des staatlichen Programms für soziale Wohnraumversorgung besucht. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders ERT empfingen die Bewohnerinnen Smaragda und Anastasia die Delegation in ihren Wohnungen und beschrieben zuvor erlebte prekären Wohnsituationen: Eine der Frauen lebte demnach früher in einem Apartment ohne Strom, die andere in einer kommunalen Unterkunft der Stadt Thessaloniki.
Das Ministerium für Soziale Kohäsion und Familie erläutert, das Programm ziele darauf, besonders verletzliche Einzelpersonen und Familien rasch in eigenständige Wohnverhältnisse zu bringen und sie mindestens zwei Jahre lang mit Unterstützungsleistungen zu begleiten. In Thessaloniki werden dafür laut Behörden bestehende, instandgesetzte Wohnungen genutzt, die von Staat oder Kommune bereitgestellt werden. Für die Stadt sind in mehreren Schritten bereits Dutzende Einheiten aktiviert worden; konkrete Zahlen werden in laufenden Programmunterlagen geführt.
Begleitet wurde Domna Michailidou von Mario Nava, Generaldirektor der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Inklusion der Europäischen Kommission. Seine Dienststelle koordiniert in Griechenland Vorhaben, die über den Europäischer Sozialfonds Plus gefördert werden. Nach übereinstimmenden Mitteilungen von Regierung und regionalen Stellen absolviert Nava Anfang September Termine in Griechenland; die ERT-Berichterstattung nennt ihn ausdrücklich als Begleiter der Ministerin bei den Wohnungsbesuchen in Thessaloniki.
Die Besuche sind der jüngste sichtbare Umsetzungsschritt einer Reihe von staatlichen Maßnahmen, die das Angebot bezahlbaren Wohnraums in städtischen Zentren ausweiten sollen. Tatsächlich verbindet das Vorhaben drei Ebenen: nationale Steuerung durch das Ministerium für Soziale Kohäsion und Familie, Bereitstellung leerstehender Immobilien durch die Stadt Thessaloniki und Flankierung über EU-Finanzinstrumente. Für Betroffene wie Smaragda und Anastasia bedeuten die neuen Wohnungen unmittelbare Stabilität und die Möglichkeit, wieder eigenständig zu leben. Politisch steht der Termin für die enge Abstimmung zwischen Athen, Kommunen und Brüssel. Aussagen zu Umfang und Tempo des Ausbaus bleiben an den offiziellen Programmdokumenten und künftigen Bekanntgaben zu messen; darüber hinausgehende, derzeit nicht belegbare Zielzahlen nennt das Ministerium in den vorliegenden Verlautbarungen nicht.
Die Berichte über die Besuche und die Anwesenheit von Mario Nava stützen sich auf ERT und auf Mitteilungen der beteiligten Behörden. Weiterführende Bewertungen – etwa zu Wirkungen auf den Gesamtwohnungsmarkt – sind Einschätzungen und nicht Bestandteil der genannten Quellen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).