Politik

Kikilias: Griechenland und Japan kontrollieren 32 Prozent der weltweiten Handelsflotte

Der griechische Schifffahrtsminister Vassilis Kikilias bezifferte in Tokio den gemeinsamen Eigentumsanteil Griechenlands und Japans an der globalen Handelsflotte auf rund 32 Prozent und verwies auf aktuelle UNCTAD-Daten.

Der griechische Minister für Schifffahrt und Inselpolitik, Vassilis Kikilias, hat in Tokio erklärt, Griechenland und Japan kontrollierten gemeinsam etwa 32 Prozent der weltweiten Handelsflotte. Er sprach am 16. Oktober beim Capital Link Japan Maritime Forum. Der Minister stellte den griechischen Anteil mit rund 20 Prozent und den japanischen mit etwa 12 Prozent dar und ordnete die Zahlen in die internationale Marktlage ein.

Die Angabe entspricht dem Bild aus aktuellen internationalen Bestandsaufstellungen. UNCTAD-Auswertungen zu Eigentumsverhältnissen und Tragfähigkeitskapazitäten (dwt) führen Griechenland und Japan zu Jahresbeginn 2026 als zwei der größten Eigentümerstaaten der Handelsflotte. Der Review of Maritime Transport 2025 weist für Griechenland einen besonders hohen Anteil an der globalen Tottonnage und für Japan eine führende Position unter den Eigentümerländern aus. Je nach Datenbasis und Stichtag können Prozentwerte leicht differieren; die Größenordnung der von Kikilias genannten 32 Prozent ist jedoch nachvollziehbar, sofern sich die Aussage auf beneficial ownership und dwt bezieht.

Kikilias betonte in Tokio die enge Verzahnung der griechischen Reeder mit der japanischen Schiffbauindustrie, insbesondere bei Neubauten. Er verwies zugleich auf strategische Interessen Griechenlands: Versorgungssicherheit, widerstandsfähige Meereslogistik und eine realistische, aber ambitionierte Dekarbonisierung der Schifffahrt. Das Ministerium für Schifffahrt und Inselpolitik hob zudem gemeinsame Anliegen Griechenlands und Japans bei der Freiheit der Seeschifffahrt und der maritimen Sicherheit hervor.

Die 32-Prozent-Aussage beschreibt Eigentums- oder Nutzungsanteile an der Flottenkapazität, nicht Flaggenregister oder einzelne Marktsegmente. Unterschiedliche Erhebungen (etwa UNCTAD oder große Marktdatenanbieter) verwenden teils verschiedene Maßeinheiten, zum Beispiel Tottonnage gegenüber der Anzahl von Schiffen, sowie unterschiedliche Stichtage. Für belastbare Vergleiche müssen die Bezugsebene und die Methodik benannt werden. In den von Kikilias herangezogenen Übersichten werden Anteile regelmäßig zum Stichtag 1. Januar ausgewiesen.

Folgen und Interessen: Athen will die ohnehin starke Rolle seiner Reedereien in der weltweiten Tanker-, Massengut- und Containerschifffahrt nutzen, um Investitionen in emissionsärmere Tonnage, alternative Treibstoffe und Häfen zu beschleunigen. Zugleich sucht Griechenland in Asien den Schulterschluss mit einem zentralen Schiffbaustandort und Finanzierungsnetzwerk. Für Japan wiederum bleibt Griechenland als Käufer, Betreiber und Charterer moderner Tonnage ein Schlüsselkunde. Beide Seiten signalisieren, maritime Standards und Regulierung in internationalen Foren aktiv mitzugestalten.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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