Das Ehrengastland Japan hat auf der 90. Internationalen Messe Thessaloniki einen Prototyp eines Pick-up mit Brennstoffzellenantrieb vorgestellt. Der Wagen wird im Japan-Pavillon gezeigt und wandelt Wasserstoff in elektrische Energie um; als Emission entsteht lediglich Wasser. Nach Angaben der Präsentatoren demonstriert das Konzept zügige Betankung, geräuscharmen Betrieb und den Anspruch, Transportanwendungen mit lokal null Emissionen zu ermöglichen.
Die Internationale Messe Thessaloniki läuft vom 5. bis 13. September 2026. Laut ERT und den Veranstaltern richtet Helexpo die 90. Ausgabe mit einem breiten Technologieprogramm aus. Nach Messeangaben sind über 1.000 Aussteller vertreten, darunter zahlreiche Unternehmen aus Japan. Die Auftritte dienen ausdrücklich der Anbahnung von Industrie- und Forschungskooperationen zwischen Griechenland und Japan.
Technisch basiert der gezeigte Antrieb auf einer Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom erzeugt. Befürworter verweisen auf lange Reichweiten und kurze Betankungszeiten im Vergleich zu batterieelektrischen Fahrzeugen. Kritisch diskutiert werden die bislang dünne Infrastruktur zur Versorgung mit Wasserstoff, die aktuellen Kosten sowie die Frage, ob der eingesetzte Wasserstoff tatsächlich klimaneutral hergestellt wird. Für Griechenland ist der Messeauftritt im Kontext des Ausbaus erneuerbarer Energien, der Elektrifizierung des Verkehrs und möglicher neuer Wertschöpfungsketten relevant.
Konkrete Aussagen zur Marktreife, zu Importplänen für Griechenland oder zu einer Produktion des gezeigten Fahrzeugs liegen den Berichten zufolge nicht vor. Auch Preise, Leistungsdaten oder ein Zeitplan für eine Kommerzialisierung wurden am Stand nicht genannt. Damit bleibt offen, wann ein Wasserstoff-Pick-up für private oder gewerbliche Kunden in Griechenland praktisch verfügbar sein könnte.
Die politische Bedeutung der Messe wurde zum Auftakt durch die Präsenz von Kyriakos Mitsotakis unterstrichen. Laut ERT stand neben Technologiepräsentationen die Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen im Mittelpunkt. Ob der Messeauftritt kurzfristig zu Projekten in Griechenland führt, hängt nach Einschätzung von Branchenkennern vor allem von Investitionen in Tankstellen, regulatorischen Weichenstellungen und der Kostenentwicklung entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab. Fest steht: Die Internationale Messe Thessaloniki positioniert sich mit dem Schwerpunkt auf alternativen Antrieben als Schaufenster für Mobilitätslösungen, die auch in Griechenland an Bedeutung gewinnen könnten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).