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Internationaler Währungsfonds erwartet Abschwächung: Griechisches Wachstum 2026 bei 1,8 Prozent

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für 2026 ein reales Wachstum Griechenlands von 1,8 Prozent und warnt vor anhaltendem Inflationsdruck vor allem durch höhere Energiepreise.

Kurzmeldung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die griechische Konjunktur 2026 deutlich abgeschwächt. In seinem aktuellen Länderbericht und den zugehörigen WEO-Datenprojektionen rechnet der Fonds mit einem realen Bruttoinlandsproduktswachstum von 1,8 Prozent für 2026; für 2027 wird ein Wert von rund 1,7 Prozent genannt. Damit liegen die IWF-Prognosen unter den Annahmen des griechischen Haushaltsentwurfs für den gleichen Zeitraum.

Als wichtigste Risiken nennt der IWF die anhaltende Volatilität der Energiepreise infolge externer Schocks, eine schwächere Auslandsnachfrage und mögliche Rückschläge in Konsum und Tourismus. Der Fonds erwartet, dass steigende Energiepreise den Preisauftrieb in Griechenland verstärken und die reale Kaufkraft belasten können. In einem der analysierten Störungsfälle (severe scenario) würde die Wachstumsdynamik nochmals deutlich schwächer ausfallen.

Positiv hervorgehoben werden die Fortschritte bei öffentlichen Investitionen und strukturellen Reformen, insbesondere Maßnahmen im Kontext von NextGenerationEU (NGEU), die das Produktionspotenzial stützen können. Der IWF betont jedoch, dass die Erholung fragil bleibe und von einem stabilen Investitionsklima, weiterer Reformfortschritte und einer vorsichtigen Fiskalpolitik abhänge.

Zur Finanzstabilität stellt der Bericht fest, dass die Widerstandskraft des Bankensektors zugenommen hat: Rückgang notleidender Kredite und gestärkte Kapitalpuffer würden das System robuster machen. Gleichwohl seien sorgfältige Aufsicht und Risikovorsorge in einem Umfeld höherer Zinsen und möglicher Nachfrageschwäche weiter notwendig.

Für die Politik in Athen leitet der IWF zwei Prioritäten ab: kurzfristig gezielt und befristet auf Risiken reagieren, ohne Konsolidierungsfortschritte zu unterlaufen; mittelfristig die Wachstumsbasis durch Investitionen, Ausbildung und Verwaltungsreformen verbreitern. Die Analyse stützt sich auf die WEO-Projektionen und die IWF-Artikel-IV-Dokumente, die das Abbremsen der Wachstumsrate für 2026 als konjunkturelle Kernbotschaft ausweisen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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