Wirtschaft

HuffPost-Kommentar fordert Ende der Grenzkostenpreisbildung im griechischen Strommarkt

Ein Meinungsbeitrag bei HuffPost Greece verlangt am 13. Oktober 2026 ein Aus für die Grenzkostenpreisbildung und mehr Speicher, mit Verweis auf Abregelungen und Projektstau.

Ein Kommentar bei HuffPost Greece fordert am 13. Oktober 2026, die Preisbildung am griechischen Strommarkt von der heutigen Grenzkostenlogik zu lösen und den Ausbau von Speichern drastisch zu beschleunigen. Als Anlass nennt der Beitrag zunehmende Abregelungen von Wind- und Solarstrom, eine im Verhältnis zur installierten Leistung geringe Speicherkapazität sowie eine lange Liste bereits zugesagter Netzanschlüsse für neue Anlagen.

Faktenlage und Zuschreibung: Der unabhängige Übertragungsnetzbetreiber IPTO (ADMIE) weist in aktuellen Indikatoren aus, dass die verfügbare Speicherkapazität in Griechenland im europäischen Vergleich niedrig ist. Branchenanalysen berichten für 2026 von rund 3,5 Terawattstunden abgeregelter erneuerbarer Erzeugung; diese Zahl ist eine Modell- und Unternehmensprojektion. IPTO (ADMIE) meldet zugleich, dass zusätzlich zur heute installierten Leistung Projekte von etwa 13 Gigawatt Netzanschlussbedingungen erhalten haben und in der Umsetzung sind. Diese Pipeline würde – bei rechtzeitigem Netzausbau und Speicherzubau – die Ziele des Nationalen Energie- und Klimaplans ESEK für 2030 bei der installierten Leistung erreichbar erscheinen lassen.

Zentrale Forderung und Begründung: Der HuffPost-Beitrag argumentiert, die heute übliche Preisbildung am Day-Ahead-Markt richte sich am teuersten zur Deckung benötigten Kraftwerk aus – in Griechenland häufig Gaskraftwerke – und führe so zu Endkundenpreisen, die kaum den hohen Anteil erneuerbarer Einspeisung mit sehr niedrigen variablen Kosten widerspiegelten. Gefordert werden zwei Schritte: kurzfristig eine Anpassung der Marktregeln zugunsten verbrauchernäherer Mechanismen und parallel die Beschleunigung von Batteriespeichern und Pumpspeicherung, um Abregelungen zu verringern und teuren Gaseinsatz zu vermeiden.

Die Grenzkostenpreisbildung ist Teil der europäischen Marktkopplung. Jede Abkehr davon berührt den europäischen Rahmen und wäre in Griechenland Sache von Gesetzgeber, Regulierungsbehörde RAAEY und Marktakteuren. Technisch könnte zusätzlicher Speicher Flexibilität schaffen und Preisspitzen dämpfen; er verlangt jedoch erhebliche Investitionen in Netze und Systemdienstleistungen. Ohne abgestimmte Zeitpläne und Finanzierung besteht das Risiko, dass die angekündigten 13 Gigawatt an Projekten in verstärkte Abregelungen, volatile Preise oder höhere Exporte statt in eine stabile inländische Versorgung münden.

Damit trennt der vorliegende Beitrag klar zwischen Meinung und überprüfbaren Sachverhalten: Die Forderung nach einer neuen Preislogik ist eine politische Setzung; die niedrige Speicherquote, die Zunahme von Abregelungen und der Umfang der Projektpipeline sind durch aktuelle Berichte von IPTO (ADMIE) und Branchenunterlagen belegbar, wobei einzelne Mengenangaben auf modellierten Prognosen fußen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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