Wirtschaft

Hellenische Statistische Behörde meldet Rückgang der Straßengütertransporte 2025 in Griechenland

ELSTAT veröffentlichte am 23. Oktober 2026 die Jahresauswertung zum Straßengüterverkehr 2025: weniger transportierte Tonnen, regionale Verschiebungen und erste Hinweise auf Folgen für Logistik und Infrastrukturplanung.

Kurzmeldung

Die Hellenische Statistische Behörde (ELSTAT) hat am 23. Oktober 2026 die konsolidierten Ergebnisse der „Erhebung zu den o­dischen Emporeumatikes Metafor­es“ für das Jahr 2025 vorgelegt. Demnach verringerte sich das mit Lastkraftwagen beförderte Gütergewicht gegenüber 2024 deutlich; ELSTAT nennt einen Rückgang um etwa 13,7 Prozent (rund 35,5 Millionen Tonnen). Gleichzeitig stieg das Transportleistungsmaß Tonnenkilometer leicht um rund 0,7 Prozent, was auf längere Transportdistanzen oder eine veränderte Warenstruktur hinweisen kann. Die Erhebung teilt die Daten nach inländischen und grenzüberschreitenden Relationen sowie nach Warengruppen und Verpackungsarten auf.

Räumlich konzentrierten sich Lade- und Entladevorgänge nach ELSTAT weiterhin auf die Region Attika; es folgen die Regionen Zentralmakedonien und Thessalien bei nationalen Verkehren. Die Statistik zeigt zugleich heterogene Entwicklungen je nach Guttyp: Einige Verpackungs- bzw. Transportkategorien wuchsen, andere schrumpften. ELSTAT weist in der Veröffentlichung ausdrücklich darauf hin, dass die Zahlen eine Bestandsaufnahme darstellen und keine kausalen Erklärungen liefern. Methodisch stützt sich die Erhebung auf harmonisierte Vorgaben der Europäischen Union zur Erfassung des Straßengüterverkehrs, sodass Zeitreihenvergleich und Einordnung in EU-Vergleiche möglich sind.

Für die Logistikbranche in Griechenland bedeuten die Ergebnisse kurzfristig geringere Auslastungen und Anpassungsbedarf bei Tourenplanung und Kapazitätssteuerung; dies kann zu höheren Stückkosten führen. Für die öffentliche Hand sind die Befunde relevant bei Priorisierungen in Verkehrs- und Standortpolitik, etwa zur Entlastung urbaner Knoten im Großraum Athen und zur Förderung multimodaler Verkehre.

Für belastbare Ursache-Wirkungs-Aussagen sind zusätzliche Daten nötig, etwa zur industriellen Nachfrage, zur Entwicklung von See- und Schienenverkehren sowie zu Energie- und Betriebskosten. ELSTATs Veröffentlichung liefert die statistische Grundlage für solche vertiefenden Analysen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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