Wirtschaft

Großhandelspreis für Strom in Griechenland steigt deutlich am 19. Oktober 2026

Am 19. Oktober 2026 zog der Day‑Ahead‑Großhandelspreis in Griechenland spürbar an; als Treiber gelten höhere Erdgaspreise, geringere Einspeisung aus erneuerbaren Quellen und Netz‑ sowie Kapazitätsengpässe.

Kurzmeldung

Am 19. Oktober 2026 stieg der Day‑Ahead‑Großhandelspreis für Strom in Griechenland deutlich. Daten des griechischen Strommarkts (Hellenic Energy Exchange/ENEXGroup) zeigen für den Tag starke Intraday‑Schwankungen mit einer hohen Spitzenstunde und einer deutlich erhöhten Tagesdurchschnittsgröße. Rechenwerte unabhängiger Marktdatendienste meldeten für den Tag einen durchschnittlichen Spotpreis um etwa 232 Euro pro Megawattstunde (≈ 0,232 €/kWh) und Spitzenwerte in einzelnen Viertelstunden bis in den Bereich um 380 Euro/MWh. Mehrere griechische Wirtschaftsmedien berichteten gleichzeitig von einem Anstieg gegenüber dem Vortag in einer Größenordnung, die als sprunghaft bezeichnet wurde.

Als unmittelbare Treiber nennt die Marktberichterstattung vor allem die gestiegenen Beschaffungskosten für Erdgas, das in Spitzenstunden vielfach die marginalen Erzeugerpreise setzt, sowie eine in relevanten Stunden reduzierte Einspeisung von Wind und Sonne. Darüber hinaus wirken Netzengpässe und die begrenzte kurzfristige Flexibilität des Systems preistreibend, weil dann verstärkt gasgefeuerte Kraftwerke die Nachfrage decken. Der Übertragungsnetzbetreiber ADMIE hebt in seinen Angaben hervor, dass Verfügbarkeiten und kurzfristige Fahrpläne von Kraftwerken sowie Engpässe im Übertragungsnetz aktuelle Preisschwankungen verstärken können.

Für Haushalte und Unternehmen ist der Großhandelspreis relevant, weil viele variable Stromtarife und die kurzfristige Beschaffungskostenweitergabe an diesen Referenzwert geknüpft sind. Ob und in welchem Umfang der Preisanstieg in Endkundenrechnungen ankommt, hängt von Absicherungsstrategien der Versorger, vertraglichen Fristen und staatlichen Eingriffen ab. Analysten und Institutionen fordern deshalb beschleunigten Ausbau von Speichern, besseres Lastmanagement und engere grenzüberschreitende Marktintegration, um die Anfälligkeit für solche Preisschocks zu vermindern. Konkrete Viertelstundenwerte und der offizielle Tagesdurchschnitt sind auf den Datenplattformen der Hellenic Energy Exchange und bei ADMIE hinterlegt.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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