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Fischer setzen Proteste aus – Fischmärkte füllen sich wieder

Nach mehrtägigen Arbeitsniederlegungen haben Griechenlands Fischer der mittleren Fischerei ihre Proteste am 10. Oktober 2026 ausgesetzt. In Thessaloniki und anderen Städten treffen wieder erste Lieferungen frischen Fisches ein, die Versorgung bleibt jedoch vorerst lückenhaft.

Griechenlands Markt für frischen Fisch normalisiert sich schrittweise. Fischer der mittleren Fischerei setzten ihre Mobilisierungen am 10. Oktober 2026 vorläufig aus, wie der öffentlich-rechtliche Sender ERT berichtete. In Thessaloniki sind die Stände auf dem Markt Kapani wieder mit ersten Fängen bestückt, wenn auch noch nicht flächendeckend. Händler sprechen von anhaltenden Engpässen bei Sardinen, Anchovis, Rotbarben und Kabeljau; die Preise liegen derzeit um ein bis zwei Euro über den üblichen Niveaus.

Auslöser der zurückliegenden Arbeitsniederlegungen waren gestiegene Betriebskosten, vor allem beim Treibstoff, sowie Forderungen nach zusätzlicher staatlicher Unterstützung. In den vergangenen Tagen hatten festliegende Boote und eingeschränkte Öffnungszeiten der Fischgroßmärkte die Versorgung in mehreren Städten beeinträchtigt. In Piräus und Thessaloniki blieben die Auslagen teils leer; vielerorts wichen Händler auf Zuchtfisch und Tiefkühlware aus.

Die Entscheidung zur Aussetzung der Proteste fiel nach Beratungen in den Koordinationskomitees der Branche und Gesprächen mit Regierungsvertretern. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte bei einem Besuch in Halkidiki zugesichert, sich persönlich für mögliche weitere Hilfen einzusetzen. Konkrete Summen oder Instrumente nannte die Regierung bislang nicht. Nach Angaben aus Regierungskreisen werden verschiedene Optionen geprüft, darunter gezielte Entlastungen bei Betriebsmitteln.

Nach Einschätzung von Branchenvertretern eröffnet die Pause Raum für Verhandlungen. Sie betonen zugleich, dass eine nachhaltige Entspannung ohne verlässliche Zusagen zur Abfederung der Treibstoffkosten unwahrscheinlich sei. Auch ERT meldete, dass Lieferketten zwar wieder anlaufen, die Mengen in der Anfangsphase jedoch noch begrenzt bleiben. Internationale Agenturberichte ordnen die griechischen Mobilisierungen in eine Reihe ähnlicher Kostenproteste im europäischen Fischereisektor ein.

Für Verbraucher bleibt die Lage uneinheitlich. Während sich Märkte wie Kapani bereits sichtbar erholen, dauern Engpässe andernorts an. Händler gehen davon aus, dass die Preise mit zunehmendem Fischangebot wieder sinken. Der weitere Verlauf hängt wesentlich von den Ergebnissen der Gespräche zwischen Regierung und Fischerverbänden ab. Sollte es zu belastbaren Vereinbarungen kommen, dürfte sich die Versorgungslage zügiger stabilisieren. Ohne solche Zusagen könnte die Branche erneut zu Mobilisierungen greifen, was die gerade einsetzende Normalisierung wieder gefährden würde.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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