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Eurostat meldet: Griechenland schneidet bei Wohnen für Behinderte in der Europäische Union besonders schlecht ab

Die am 17. September 2026 erschienene Eurostat-Ausgabe „Key figures on European living conditions – 2026 edition“ zeigt: Griechenland liegt bei Wohnkostenlast, Überbelegung und Energiearmut im EU-Vergleich weit hinten; Menschen mit Behinderung sind überdurchschnittlich betroffen.

Eurostat hat am 17. September 2026 die Übersicht „Key figures on European living conditions – 2026 edition“ veröffentlicht. Demnach rangiert Griechenland in der Europäischen Union bei mehreren wohnungsbezogenen Indikatoren im hinteren Feld. Besonders stark betroffen sind Menschen mit Behinderung. Die Auswertung stützt sich auf die EU-Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) der Jahre 2023 bis 2025 und begleitende Analysen der Europäischen Kommission.

Für Griechenland weist Eurostat überdurchschnittliche Quoten bei der Wohnkostenbelastung, bei Rückständen bei Mieten, Hypotheken oder Energiekosten sowie bei Überbelegung aus. Begleitdokumente der Kommission heben zudem hervor, dass der Abstand zwischen Haushalten mit und ohne Armutsrisiko bei der Wohnkostenlast in Griechenland deutlich größer ist als im EU-Mittel. Menschen mit Behinderung berichten häufiger über Zahlungsprobleme bei Miete und Nebenkosten und sind stärker von Energiearmut betroffen.

Die Daten verweisen auf strukturelle Ursachen: niedrige verfügbare Einkommen, zusätzliche behinderungsbedingt anfallende Ausgaben, ein begrenztes Angebot an barrierefreien und zugleich bezahlbaren Wohnungen sowie vergleichsweise geringe zielgerichtete Unterstützung durch Wohnbeihilfen. Aus Sicht der Kommission sind nationale Gegenmaßnahmen erforderlich. Sie mahnte im Frühjahr 2026 in einem Staff Working Document eine stärkere Umsetzung der EU-Strategie zu den Rechten von Menschen mit Behinderung 2021–2030 an. Das Europäische Parlament verwies in einer im Jahr 2026 verabschiedeten Entschließung zur europäischen Wohnkrise ausdrücklich auf die besondere Lage vulnerabler Gruppen.

Die griechische Regierung hat wiederholt auf eine in Vorbereitung befindliche Nationale Strategie für Wohnpolitik und auf Vorhaben zur Nutzbarmachung öffentlicher Immobilien verwiesen. Konkrete, unabhängig überprüfbare Wirkungsnachweise für die Jahre 2024 bis 2026 liegen bislang nicht vor. Auch bleibt offen, in welchem Umfang neue barrierefreie Sozialwohnungen geschaffen, Wohnbeihilfen erhöht oder Energiesubventionen gezielt angepasst werden.

Faktisch bestätigt die Eurostat-Veröffentlichung die anhaltenden Belastungen vieler Haushalte in Griechenland und die überproportionale Betroffenheit von Menschen mit Behinderung. Ob angekündigte Reformen die gemessenen Indikatoren bei Wohnkostenlast, Überbelegung und Energiearmut spürbar verbessern, hängt von klaren Zielen, ausreichender Finanzierung und überprüfbaren Fristen ab. Eurostat wird die Entwicklung in den kommenden Erhebungsjahren weiter dokumentieren; eine kurzfristige Trendwende ist nicht belegt und bleibt eine politische Zielsetzung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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