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Dritte Verlegung von Asylsuchenden von Kreta nach Lesbos abgeschlossen

356 Menschen kamen mit dem gecharterten Schiff Express Jet in Mytilini an. Vier wurden ins Vostanio-Krankenhaus gebracht, rund 100 reisten weiter nach Piräus.

Mit der Ankunft von 356 Asylsuchenden aus Chania und Heraklion in Mytilini ist am Abend des 23. September die dritte organisierte Verlegung von Kreta nach Lesbos abgeschlossen worden. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks ERT erreichte das vom Ministerium für Migration und Asyl gecharterte Schiff Express Jet den Hafen gegen 19 Uhr. Die Ankommenden wurden mit Bussen in das Aufnahme- und Identifikationszentrum Kara Tepe gebracht. Vier Personen, die stationäre Behandlung benötigten, wurden ins Vostanio-Krankenhaus eingeliefert.

Am selben Abend verließen zudem etwa 100 Schutzsuchende Lesbos mit der Linienfähre nach Piräus, um von dort in Aufnahmeeinrichtungen in Nordgriechenland weiterzureisen. Weitere rund 100 Personen verfügen bereits über die notwendigen Asylunterlagen und warten auf ihre Verlegung. Nach der jüngsten Ankunft belief sich die offizielle Belegung des Zentrums Kara Tepe auf 1.267 Menschen.

Die Transfers sind Teil einer von der Zentralregierung koordinierten Umschichtung, um Kapazitäten zwischen Inseln und Festland zu steuern. Zuvor hatte es wegen anhaltender Ankünfte auf Kreta wiederholt Verlegungen auf ostägäische Inseln gegeben; die Express Jet wurde dafür mehrfach gechartert. ERT berichtete, dass die Maßnahmen sowohl die Erstaufnahme sichern als auch medizinische Versorgung bei Bedarf gewährleisten sollen.

Politische Bewertungen zur künftigen Belegung der Einrichtungen und zur Geschwindigkeit weiterer Weiterverlegungen variieren: Lokale Akteure auf Lesbos fordern, dass zusätzliche Ankünfte zeitnah durch Abreisen in die Binnenregionen ausgeglichen werden. Konkrete Zusagen zu künftigen Quoten oder Terminen lagen bis Redaktionsschluss nicht vor und bedürfen offizieller Bestätigungen durch das Ministerium für Migration und Asyl.

Für die kommenden Tage ist ausschlaggebend, ob das Verhältnis von Ankünften und Abreisen im Rahmen der angekündigten Strategie gehalten wird. Entscheidend sind die verfügbaren Plätze in staatlichen Einrichtungen im Landesinneren sowie die Anbindung an Gesundheits- und Sozialdienste auf Lesbos. Die dokumentierten Verfahrensschritte – Ankunft, Registrierung, Unterbringung in Kara Tepe und medizinische Versorgung – liefen beim jüngsten Transfer planmäßig ab; weiterführende Planungen bleiben erklärtermaßen abhängig von Kapazitäten und rechtlichen Entscheidungen in den Asylverfahren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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