Wirtschaft

Benzin in Griechenland Ende September über Europäische Union-Durchschnitt

Aktuelle EU-Wochenzahlen zeigen: Der Preis für Euro-95 lag in Griechenland Ende September über dem EU-Durchschnitt; der Steueranteil ist hoch.

Aus neuen Vergleichsdaten der Europäischen Kommission geht hervor, dass Benzin in Griechenland Ende September teurer war als im europäischen Mittel. Im Weekly Oil Bulletin mit Stichtag 24. September 2026 lag der volumengewichtete Durchschnittspreis für Euro-95 in Griechenland über dem EU-Durchschnitt. Ergänzende Marktübersichten, auf die griechische Medien verweisen, bestätigen für die Woche bis zum 21. September 2026 eine Position Griechenlands in der Gruppe der teureren europäischen Märkte.

Die gesicherten Punkte sind zweierlei: Erstens lagen die nominalen Zapfsäulenpreise in Griechenland in der dritten Septemberwoche über dem gewichteten EU-Mittel. Zweitens macht die Abgabenlast einen erheblichen Anteil am Endpreis aus. Der Preis setzt sich in Griechenland maßgeblich aus Verbrauchsteuern und der Mehrwertsteuer zusammen; Analysen für September 2026 weisen einen Steueranteil deutlich oberhalb eines Drittels des Endpreises aus. In der gleichen Periode meldeten jedoch auch andere Länder, etwa Frankreich, Italien, die Niederlande und Dänemark, noch höhere absolute Preise, was die Rangfolge im oberen Feld relativiert.

Die Preisniveaus spiegeln zwei Haupttreiber: die internationalen Rohölnotierungen und nationale Steuer- und Abgabensätze. Während Rohölpreise kurzfristig schwanken, wirken gesetzliche Verbrauchsteuern und die Mehrwertsteuer als stabile Komponenten. Zeitlich befristete Eingriffe einzelner Staaten – etwa Steuerrabatte oder Zuschüsse – verändern die Reihenfolge im Ländervergleich innerhalb weniger Wochen. Entsprechend ist jede exakte Platzierung wie „siebtteuerste“ nur eine Momentaufnahme der jeweiligen Berichtswoche.

Für Haushalte verteuern die aktuellen Werte Mobilität und Transportleistungen. Unternehmen mit hohem Kraftstoffbedarf sehen steigende Betriebskosten, die sich – je nach Wettbewerb und Vertragslage – ganz oder teilweise in Verbraucherpreise fortsetzen können. Für die Politik stellt sich damit die Frage nach zielgenauen Entlastungen und nach der Ausgestaltung der Energiesteuern. Einige EU-Staaten haben im Sommer 2026 temporäre Maßnahmen gewählt; deren Wirkung endete teils bereits, teils läuft sie aus, was die Ländervergleiche zusätzlich verschiebt.

Die hier berichteten Aussagen beruhen auf dem Weekly Oil Bulletin der Europäischen Kommission mit Stichtag 24. September 2026 sowie auf marktbezogenen Wochenüberblicken, die für den Zeitraum bis zum 21. September 2026 vorliegen. Aussagen zur Rangfolge sind dem jeweiligen Stichtag zugeordnet und können sich mit den nächsten Veröffentlichungen ändern.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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