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Banden stehlen vermehrt alte Smart in Griechenland

Nach Razzien in Athen und Attika warnt die Polizei vor Seriendiebstählen älterer Smart-Modelle.

Die Hellenische Polizei (EL.AS.) meldet im Oktober 2026 mehrere Einsätze gegen organisierte Autodiebe in Athen und der Region Attika. Aus den jüngsten Mitteilungen geht hervor, dass ältere Smart Fortwo-Modelle seit Monaten besonders häufig ins Visier geraten. Ermittler führen das Muster auf arbeitsteilige Banden zurück, die Fahrzeuge rasch zerlegen und die gefragtesten Bauteile weiterverkaufen.

Die EL.AS. verweist auf Operationen im Verlauf des Jahres 2026, darunter größere Razzien im Februar und Juni, bei denen mutmaßliche Demontagewerkstätten entdeckt, gestohlene Fahrzeuge sichergestellt und Tatverdächtige festgenommen wurden. In den Fallübersichten werden wiederholt elektronische Störsender und Relaisgeräte erwähnt, mit denen schlüssellose Zugangssysteme überwunden wurden. Mehrere griechische Medien dokumentieren entsprechende Verfahren und beziffern in Einzelfällen den wirtschaftlichen Schaden, gestützt auf Angaben der Ermittlungsbehörden.

Als technische und ökonomische Gründe für die Zielwahl nennen Polizeiquellen und Fachleute die vergleichsweise einfache Demontage älterer Kleinwagen sowie die hohe Nachfrage nach kompatiblen Teilen. Für Modelle des Smart Fortwo aus den Baujahren etwa 1998 bis 2014 existiert ein reger Sekundärmarkt, auf dem Karosserie- und Elektronikkomponenten rasch Absatz finden. Ganze Fahrzeuge zu veräußern gilt dagegen als riskanter und weniger lukrativ, nicht zuletzt wegen Fahrgestellnummern, Registrierungsdaten und grenzüberschreitender Fahndung.

Die Polizei empfiehlt Fahrzeughaltern eine Kombination aus organisatorischen und technischen Maßnahmen. Genannt werden gesicherte Abstellplätze, sichtbare mechanische Sicherungen wie Lenkradschlösser sowie die Deaktivierung oder Abschirmung schlüsselloser Systeme. Zudem rät die EL.AS. zu besonderer Sorgfalt beim Kauf von Gebrauchtteilen und zur Meldung auffälliger Angebote, etwa bei ungewöhnlich niedrigen Preisen oder fehlenden Nachweisen zur Herkunft.

Die Fallserien fügen sich in ein breiteres Bild bandenmäßig organisierter Fahrzeugkriminalität in Griechenland, das die EL.AS. in den vergangenen Monaten mit mehreren Aufklärungen öffentlich gemacht hat. Aussagen über die flächendeckende Rangfolge betroffener Modelle bleiben jedoch vorläufig: Eine belastbare nationale Statistik der Polizei zu Modellhäufigkeiten ist bislang nicht vollständig veröffentlicht. Konkrete gesetzgeberische Schritte der Regierung gegen den Teilehandel aus Diebstählen sind in den vorliegenden offiziellen Verlautbarungen nicht angekündigt. Die aktuellen Festnahmen in Athen und Attika gelten daher vor allem als operatives Signal, dass die Behörden die Demontagestrukturen und Absatzwege in den Blick nehmen und die Fahndung nach Hehlernetzwerken verstärken.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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